Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

dienen kann, so weißt du, ich thue für einen FreundAlles. Apropos, sagte ich dir schon, daß jener jungeMann, mit dem ich soupirt, in der Wohnung deiner An-gebeteten Zutritt hat?"

Allerdings sprachst du davon."

Und auch, daß er sich mir verpflichtet fühlt/ undmit Vergnügen bereit sei, mir und in diesem Fall auch dirzu dienen?"

Ich glaubte, du sagtest so, und dann?"

Und dann? Das ist doch eine curiose Frage füreinen Kammerherrn in den Zwanzigen, der sich doch auchschon in der Welt umgesehen."

Du meinst also," sagte zweifelnd Herr von Wenden,ich soll -"

Ihr schreiben. Das ist doch ganz natürlich. We-nige Worte, aber fest."

Daß ich sie liebe?"

Andentend, ja, aber nicht zu extravagant; du bittestvielmehr ganz bescheiden, sie besuchen zu dürfen. Du schreibstin der Art, daß wenn deine Zeilen der Mutter in die Händefallen, sie sagen muß, das ist ein bescheidener, anständigerjunger Herr und wenn der unser Haus besucht, so wirddas meiner Tochter keinen Schaden bringen."

Du hast Routine in solchen Billets?" fragte lauerndHerr von Wenden.

Im Gegentheil," entgegnete Herr von Fernem;über-

Hackländer. Der Augenblick des Glücks, ll. 7