Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

Ihnen vollkommen deutlich zu erklären, Sie sollen meinGeheimnis; dein Herzog verrathen."

Wenn ich Sie zu gleicher Zeit ersuche, dieses Schrei-ben, nachdem Sie es gelesen, dem Ueberbringer wohlver-sicgelt an mich zurückzugebcn, so bitte ich darin kein Zeichendes Mißtrauens zu sehen, sondern mein Begehren den eigen-thümlichen Verhältnissen znzuschreiben, .in denen wir uns,vor allen aber ich mich hier befinde, und Sic werden dadurchmeinen vollkommen gerechtfertigten weiteren Wunsch ver-stehen, daß meine Zeilen auf's Allerstrcngste unter unsbleiben. In diesen; Falle können Sie auf meine unbegrenzteDankbarkeit rechnen; im andern aber, den ich indessen beiIhnen nicht voraussetze, müßte ich Sie desavouiren und, soleid es mir auch vielleicht thun würde, als erbitterte Fein-din verfolgen. Elise."

Den; Kammerherrn war nach viermaligen; Lesen diesesBriefes zu Muthe, als befinde er sich in einen; schwerenTraum, aus dem zu erwachen ihn; fast unmöglich wurde.Er griff an seine Stirn, er sah im Zimmer umher, betrach-tete Aufschrift und Siegel, aber das blieb unverändert, undwie schon vorhin bemerkt, war der Brief' so klar abgefaßt,daß er keiner Mißdeutung unterlag.

Das ist eine schöne Commission," seufzte Herr vonWenden nach längerem Nachdenken.Teufel auch! warumersieht sie gerade mich dazu? Wie werde ich Seiner Excellcnzgegenüber bestehen! O, o, gehe Einer vom geraden