Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
75
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Eine goldene Brücke.

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Wege ab, lasse sich in Jntriguen ein, namentlich in Jntriguen,die von Weibern eingefädelt und durchgeführt werden, sohat ihn der Teufel nicht nur bei einem Haar, sondern beimganzen Schopfe." Er war mißmuthig von seinem Fauteuilin die Höhe gesprungen und schritt aufgeregt durch dasZimmer. Vor allen Dingen durfte er die Prinzessin nichtauf Rücksendung des gefährlichen Billets warten lassen; dasmar in dem Ganzen die ungefährlichste Forderung, unddaß sie ein Recht dazu hatte, sah er wohl ein.EinRecht?" sprach er trübe lächelnd zu sich selber,ein Recht,das sich die Großen dieser Erde nehmen, um selbst imSchatten stehen zu bleiben, um uns nach Gutdünken andas Licht stellen zu können. Sei es darum. Vielleicht binich diesmal der Ausübung meiner Theorie näher, als da-mals bei dein Blumenbouquet; vielleicht ist dies ein Augen-blick des Glücks."

Rasch trat er zum Tische, steckte das Billet in einCouvert, siegelte es sorgfältig, schrieb die Adresse an IhreDurchlaucht und befahl, als vorsichtiger Mann, den Bedien-ten eintreten zu lassen.

Es war der ihm und auch uns, geneigte Leser, wohl-bekannte Kammerlakai der Prinzessin.

Wer gab Ihnen den Brief an mich?"

Ihre Durchlaucht selbst."

Um welche Zeit?"

Es schlug gerade zehn Uhr."