Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
42
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42 Dreizehntes Kapitel.

Davor soll uns Gott bewahren das hieße denTeufel an die Wand malen."

Ja, sie ist eine absonderlich merkwürdige Dame,"meinte Herr Kindermann, und that einen guten Schluckdes angenehmen Getränkes. Nachdem er dies gesagt undsich die Lippen abgeleckt, lehnte er sich in seinen weichenSessel zurück und betrachtete mit einem anßerordentlich pfif-figen Blick den Herm Steppler, der tief nachsinnend einegroße Erdbeere anstarrte, die in seinem Glase schwamm.Lieber Freund," sagte er alsdann nach einer kleinen Weile,was ich Ihnen schon erst bemerkt, muß ich hier wiederho-len. Es ist Pflicht und Schuldigkeit eines guten Dieners,auf die Herrschaft nach besten Kräften einzuwirken. Wennman gescheidt ist, gelingt dies auch und man kann sie ge-wissermaßen ziehen, daß es eine Freude ist."

Ja, da bat sich was zu ziehen", brummte HerrSteppler.Das ist wie ein Aal, wie ein Kreisel; dasdreht sich zehnmal, ehe ich nur einmal weiß, wo rechtsoder links ist."

Zugestanden, daß es schwierig ist, mit der hohenDame droben umzugehen, aber im Vertrauen gesagt, Ihrwäret zu nachgiebig, Ihr hättet in vielen Sachen nicht mit-helfen sollen; ja, Ihr hättet manches Hintertreiben können. Den Teufel auch," fuhr Herr Kindcrmann nach einemaugenblicklichen Stillschweigen fort, und nachdem er im Spie-gel sein freundliches Gesicht beschaut,man muß zu Zeiten