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Zwölftes Kapitel.
ehrliches Gemüth, weshalb er sich beeilte d cn klcincnStockin das Haus zu tragen, um ihn dem Eigenthümer einhän-digen zu lassen. Dieser schien aber seinen Verlust imAugenblick bemerkt zu haben, — er hatte, im Vertrauengesagt, Herrn Krimpf durch die Glasthür belauscht, — undkam ihm schon auf der Thürschwelle entgegen.
„Sie haben etwas liegen lassen," sagte der kleineMann.
„Tausend Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Es wäremir fatal gewesen, den Stock zu verliere», nicht seinesWerthes halber, sondern weil ich ihn von einer theurenHand geschenkt erhielt, Sie verstehen mich wohl, wodurchso etwas unbezahlbar wird."
„Es ist nicht der Rede werth dafür zu danken," meinteHerr Krimpf, „und mir nur angenehm, daß er nicht voneinem Vorübergehenden mitgenommen wurde."
Der Andere schien den wieder erhaltenen Stock mitEntzücken zu betrachten. „Es liegt in der That für mich einsolcher Werth darin, das; ich nicht weiß, wie ich Ihnendankbar sein soll. Ja, Sie müssen mir erlauben, Ihnendafür erkenntlich zu sein."
Herr Krimpf machte eine Bewegung, wie Jemand,der im Begriff ist, mit einigem Befremden ein Geschenkauszuschlagcn. „O, ich bitte mich nicht mißzuvcrstehcn,"sagte der Fremde im verbindlichsten Tone. „Meine Erkennt-lichkeit sollte darin bestehen, Sie zu ersuchen, ein Glas Wein