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Auslegung des einundfunfzigsten Psalms.
wißheit im Herzen leuchtet, so gibt Er den heiligen Geist, der !Freudigkeit anzündet, und macht, daß das Herz freudig sei inGott. In dieser Beziehung heißt der Sohn „das Wort,"weil Er auch uns das Wort ist, indem Er in unserm Innernden Vater offenbart. So spricht Petrus: „Wiedergeboren iaus dem lebendigen Wort Gottes" (1. Petr. 1, 23.);und Athanasius stellt wiederholt die Bestimmungen auf: DerVater wirkt durch das Wort im Geiste; der Geist ist nicht au- jßer dem Worte; und im dritten Buch vom heil. Geiste sprichter: „So oft es heißt, der heil. Geist sei in einem Menschen,so ist zu verstehen, daß in demselben das den heil. Geist verlei-hende Wort sei;" und in Ansehung des Sohnes drückt ec sicheben so aus, wie Augustin im vierten Buch von der Dreieinigkeit:„Täglich wird der Sohn in die Herzen der Gläubigen gesendet;aber anders wird er gesendet, um Mensch zu sein, anders, ummit dem Menschen zu sein. Dieß geschieht aber, wenn er inuns durch das äußere Wort wirksam ist, das im Glauben aus-genommen werden muß, nach dem Spruche: „Das Evange-lium ist eine Kraft Gottes, die da selig machet Alle,die daran glauben." (Rom. 1, 16.)
„Verbirg Dein Antlitz von meinen Sünden;"diese Worte sind eine Wiederholung der Bitte um Sündenver-gebung: wende Dein Antlitz ab, insofern es nämlich Zorn, Miß- >fallen ausdrückt; in diesem Bilde stellt die Schrift sehr oft Zorn !
und Gericht Gottes dar. Nun wird dieselbe Bitte ohne Bild I
wiederholt: „Tilge alle meine Missethat." Bis jetzt hatder Prophet geschildert, was im Werke der Bekehrung das Ersteist, und wie der Mensch Vergebung der Sünde empfängt, undmit Gott in jenem geheimen Rathschluffe versöhnt wird, und hatdie Lehre von der Rechtfertigung vorgetragen, über welche Pau-lus sich so ausdrückt: „Nun wir denn sind gerecht wor-den durch den Glauben, so haben wir Friede mit >Gott — und einen Zugang zu Ihm." (Rom. 5, 1. 2.)Stets aber gibt der Sohn, der das Wort des Trostes in unsverkündigt, mit der Vergebung der Sünden und der ZurechnungSeiner Gerechtigkeit, zugleich auch den heil. Geist in unsre Her- ^zen, und macht uns zu Erben des ewigen Lebens. Darum re-det der Psalm nachher von der Wiedergeburt durch den heil. ^
Geist, von der Milderung der Strafen, vom Bekenntniß und j
vom Kreuz. i
„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib