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Wir dürft,: aber bei dieser Untersuchungnicht vergessen, daß die Lehre von der GottheitJesu keine Vernunftwahrheit sey, und daß esmithin höchst unvernünftig wäre, wenn wiruns vorläufig gegen dieselbe einnehmen ließen,weil wir nicht begreifen, wie mehrere Personenmit einem Gotte vereinbar find. Dem: da unsdie wahren Eigenschaften so mancher Dinge,die uns täglich umgeben, ewige Geheimnissebleiben: wäre es nicht eine unerträgliche Ver-messenhcit, zu glauben, daß wir alle Eigen-schaften des unsichtbaren Gottes einsehen ? —Und doch laßt sich ohne deutliche Begriffe voneiner Sache kein Widerspruch erweisen—Fe-dert es nicht schon die Natur des unendlichenWesens, daß es Tiefen habe, die jedem sterb-lichen .Blicke unerreichbar sind? Dank also,warmen Dank, unbedingten Beifall sind wirder redenden Gottheit schuldig, wenn sie unsjene Tiefen, die ganz ausser der Sphäre unsersnatürlichen Erkenntnißvermögens liegen, durchUnterricht enthüllet; und dieser Beifall, denwir der unfehlbaren Gottheit schenken, ist nichtblinder, es ist vernünftiger Glaube. Cs kömmthier blos darauf an, was uns Gott darüberoffenbarte, oder was die Schrift, worin dieOffenbarungen Gottes verzeichnet sind, von derGottheit Jefu sage.
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