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Geschichte von England
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König wankend in der Gunst gegen ihn und gegen Pater Pctre.Sie schoben alles Unglück auf des Ministers übelberechncte Politikund auf des letztemLeichtgläubigkeit und religiösen Fanatis-mus." Jakob ließ daher dem Minister die Siegel absordern,nicht, wie er äußerte, weil er Zweifel gegen seine Treue hege,sondern er sey genöthigt den Bitten Anderer Gehör zu geben.Pctre verlor zugleich Sitz und Stimme im Geheimenrath.

Die Königin hatte sich bisher geweigert, ibr Schicksal von demihres Gemahls zu trennen; allein da auch Jakob keinen andernRettungsweg als den der Flucht vor sich sah, und er versprach,ihr binnen vier und zwanzig Stunden zu folgen, so entfloh dieunglückliche Königin Nachts zwei Nbr mit dem Prinzen von Wales.Finsterniß, Sturm und Regen erschwerten die Flucht. Mit we-nigen Getreuen bestieg sie eine Jacht, und landete endlich glücklichin Calais. Auch Jakob begab sich späterhin in verstellter Klei-dung mit Sir Eduard Hales auf die Flucht. Schon schwebte dasSchiff auf den Wellen des Meeres, da wurde er dennoch durchdrei kreuzende Boote entdeckt und als Gefangener nach dem festenLande gebracht. Einer knieete, als er den König erkannte, vorihm hin, küßte seine Hand und benetzte sie mit Thränen. Auf desKönigs eigenes Verlangen wurde er unter starker Bedeckung nachder Wohnung des Lord-Mayor nach Feversham gebracht.

Lord Feversham hatte der königlichen Armee einen Befehlüberreicht, daß sie nun aufgelöst und sein Commando zu Endesey, worüber mehrere Officiere und Soldaten in Thränen aus-brachen. In London verbreitete sich bei der Nachricht von desKönigs Flucht Staunen und Bestürzung. Pöbelhaufcn brache»in die Häuser der Katholiken, wo sie alles verheerten und plün-derten , die katholischen Capellen wurden zerstört und die Gesand-ten katholischer Potentaten mit Drohungen überhäuft oder wohlgar beschimpft. Das Haus des spanischen Botschafters Ronquillowurde ebenfalls von dem Pöbel eingesprengt, und das dort ver-wahrte Silber aus der königlichen Capelle fortgeschleppt. Dasaufgebrachte Volk schrie nach dem Blute des Pater Petre; alleinglücklich hatte dieser einige Tage vorher die See erreicht. Umden König gegen Verunglimpfungen zu schützen, schickten ihm die