II.
Wie Angelsachsen.
449 — 1017 .
8 . 10 .
Kaiser Julian hielt die zwischen der Elbe und Eider woh-nenden Sachsen ihrer Wildheit und Tapferkeit wegen für diefurchtbarsten Krieger unter den deutschen Völkerstämmen, die sichbesonders auch durch ihre riesengroßen, kräftigen Gestalten aus-zeichneten. Sie wurden bald den Picten und nachher auch denBritten selbst gleich furchtbar. Es landeten immer mehr säch-sische Nachzügler auf der Insel an, sie begehrten von den Brit-ten eine immer größere Menge Lebensmittel, und da letzter» dieVermehrung von Fremdlingen bedenklich wurde, kam es nunselbst zwischen Britten und Sachsen zum Kriege. Bei AyleS-ford kam es zum Kampfe. Hier verlor Vortiger seinen Sohnin der Schlacht und Hengist seinen Bruder; die Sachsen be-hielten aber die Oberhand. Sie behaupteten endlich Ke nt, undHeng ist begnügte sich unter dem Titel eines Königs mit dieserEroberung. Dieß ist der Anfang der sogenannten angelsäch-sischen sieben Königreiche. Denn bald kamen auch nochandere Häuptlinge in dieser Absicht nach Britannien, und so ent-stand Süsser unter Aela (477), Messer unter Cerdik(405), Essex unter Erkemvin (530) und zu gleicher ZeitOst-Anglicn unter Usfa, Bernicien ') unter Jda (547),Deira unter Sermil und Sella (560) und Mercien unterKridda (586). So kam ein großer Theil des südlichen Bri-tanniens unter ihrer Gewalt. Ein Theil der Ureinwohner flüch-
1) Bermcicn und Deira war auch manchmal Unter Einem Königund zwar unter dem Namen Northumbrien vereinigt.