Vorrede.
8ingard's Geschichte England's hat seit ihremErscheinen so vielen Beifall erhalten, so daß es keinunverdienstliches Unternehmen zu seyn scheint, sie derJugend in dieser Bearbeitung mitzutheilen. Wer wolltenicht die Geschichte eines Volkes kennen lernen, dasschon zu Römerzeiten sich hohen Waffenruhm erworbenhatte, und das, wie die Sprache beweist, theilweise einStammverwandter des germanischen Nordens ist. Sorauh und wild auch seine Ursitten waren, so wurde esdennoch früher als mancher germanische Volksstamm fürCivilisation empfänglich gemacht. In seinem Nebellandeverbreitete sich schon früh das Sittenmildernde Licht derchristlichen Religion, und aus seinem Schoose wanderten zuuns erleuchtete Gottbegeisterte Männer herüber, undlehrten und befolgten den Glauben an den Weltheiland.Columban, Magnoald, Bonifacius und meh-rere andere waren es, deren beseligende Wirksamkeit sichin den Annalen der Kirchengeschichte verewiget hat.
Wer wird endlich sich nicht mit der Geschichte einesVolkes bekannt machen wollen, das in dem großen Staa-tenbunde Europen's sich zu einer Macht emporschwang,die, so zu sagen, den höchsten Gipfel irdischer Herrlich-keit erreicht hat. Der Scepter der mächtigen Britan-nia reicht auf dem Weltocean von einem Ende zum