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Geschichte von England
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An den deutschen Kaiser und an den König von Spanien, seinenAliirten, schrieb er, er beabsichtige eine Reise nach England, umauf Ersuchen des englischen Adels eine Aussöhnung zwischen demKönig und seinen Untcrthanen zu vermitteln. Zur Sicherheitseiner eigenen Person nehme er eine kleine Truppcnmacht ausInfanterie und Cavallerie mit; er wolle nichts weniger, als denKönig Jakob, seinen Schwiegervater, oder den rechtmäßigen Thron-erben der Krone berauben. Mitlerweile hatte er im Stillen sech-zig Kriegsschiffe und siebenhundert Transportschiffe ausgerüstet,und über viertausend Mann Cavallerie, so wie eilftauscnd MannInfanterie harrten seines Befehles zum Ausbruch. Um der Unter-nehmung einen religiösen Deckmantel zu geben, wurde in denGeneralstaaten ein feierlicher Bnß- und Bettag angeordnet. DeinGottesdienste wohnte die Prinzessin Marie, Jakobs Tochterund Gemahlin Wilhelms unter einer zahllosen Menge Volkespersönlich bei. Seltsam mochte ihr Gemüth gestimmt seyn, dennsie konnte nicht für das Glück ihres Gemahls, ohne für die Ent-thronung ihres Vaters zu beten. Sie zeigte aber eine scheinbareRuhe. Endlich gieng die Flotte vom Stapel. Obschon anfangsder Wind ungünstig war, so erreichte sie doch späterhin glücklichdie englische Küste bei Torbay (>687).

Nun siel endlich dem unglücklichen König die Binde von denAugen. Er wollte mit seinen Truppen dem Feinde entgegen-gehen, allein seine Freunde mißrietben ihm dicß Wagstück. Baldgiengen aber der Herzog von Grafton, der GenerallientenantChurchill mit mehrern andern hochgestellten Personen zum Feindeüber. Mit Churchill entwich auch des Königs SchwiegersohnGeorg, Prinz von Dänemark und dessen Gemahlin Anna, ge-gen die Jakob ein stets wohlgewogener Vater gewesen war: er hattesie wegen ihrer Religion nie belästiget, ihr nie ein Wort darübergesagt. Als er die Nachricht von dieser Treulosigkeit erfuhr,ries er im gerechten Vaterschinerz aus:Gott stehe mir bei!meine eigenen Kinder haben mich verlassen!"Bereits waren Newcastle, ?sork, Hüll, Bristol und Plymouthin den Händen seiner Feinde, und Prinz Wilhelm marschirtegegen die Hauptstadt. Sunderlands Gegner machten jetzt den