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Geschichte von England
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den katholischen Glauben anzunehmcn, und falls sie sich weigere,seinem illegitimen Sohne, dem sungen Herzog von Berwick,die Nachfolge zu überlassen. Dieses lächerliche Gerücht scheintvon dem listigen Bavillon erdacht worden zu seyn. Als einmalder Gesandte der Generalstaaten Citters bei Jakob darauf an-spiclte, erklärte er, er hoffe, daß Niemand eine solche Zumuthungmachen würde; keine Religion dürfe aus Kosten der Gerechtigkeitgegründet werden; er liebe alle seine Kinder zu sehr, um einemderselben Unrecht zu thun. Nichts destoweniger erwachte in Wil-helms Seele um so mehr Argwohn und zugleich Vorsicht, um seinZiel bestmöglichst zu erreichen, den englischnn Thron einst zubesteigen. Seine Hauptsorge gieng zuförderst dahin, sich Geld,Mannschaft und Schiffe zu verschaffen, ohne dabei seine eigent-lichen Zwecke zu offenbaren. Theils der unerwartete Besuchalgerischer Corsaren, theils auch ein absichtlich ausgestreutesGerücht, Ludwig und Jakob haben ein geheimes Bündniß geschlos-sen, die vereinigten Provinzen im kommenden Sommer zu über-fallen, mußten dazu dienen, um die beabsichtigte Rüstung zumaskiren.

Zur selbigen Zeit wurde, während sich über dem Haupte die-ses unglücklichen Königs der politische Himmel immer mehr trübte,demselben eine Freude bereitet, welche seine boshaften Feindebenützten, um daraus den besten Vortheil für sich zu ziehen. DieKönigin erfreute nämlich ihren Gemahl durch die Geburt einesPrinzen. Obgleich nun dieses Ereigniß in Gegenwart der bün-digsten Zeugen sich zugetragen hatte, so verbreitete WilhelmsPartei die boshafte Lüge, das Kind sep untergeschoben. Jakobwurde durch Ludwig gewarnt, als drohe ihm eine Invasion vonSeiten Wilhelms und schlug ihm vor, die französische Flotte steheihm gegen einen etwaigen Angriff zu Diensten; allein Jakob bliebtaub gegen alle Warnungen. Er konnte sich nicht überreden, daßeine Tochter, die. er so zärtlich liebe, sich mit ihrem Gemahl ver-schwören könne, ihren Vater vom Thron zu stoßen. Nach vie-lem Zureden versäumte er jedoch nicht, seine Land- und See-macht zu verstärken. Wilhelm spielte untcrdeß unter der Maskeder Verstellung seine nun einmal angenommene Nolle fort.