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Schreiben um Gnade. Auf ähnliche Weise schrieb er an Rochesterund an die verwittwete Königin, die sich schon bei dem verstorbe-nen König für ihn verwendet hatte. Mit gebundenen Händenerschien er vor dem König. Dieser erklärte ihm, daß er durchAnnahme des Königstitcls alle Gnade verwirkt habe. SeineGemahlin besuchte ihn im Tower, die er um einer Nebenbuhlerinwegen ganz verlassen hatte. Er empfing sie kalt, doch erklärte er,er habe ihr weder als Weib, noch Mutter Vorwürfe zu machen,bat sie um Verzeihung wegen Untreue, die er mit andern Frauenbegieng, und empfahl ihr seine Kinder. Besinnungslos wurde sievon ihm weggebracht. Er erklärte vor der englischen Geistlichkeit,die ihm zusprach : Henriette Wentworth sey eine Frau von Tugendund Ehre. Endlich wurde er nach dem Schaffet gebracht, wo er,leider erst nach fünf unsicher» Streichen, sein schuldbeflecktes Lebenendete. Mit großer, oft übereilter Strenge wurden die Theil-nehmer und zwar in Menge hingcrichtet, eine Verfahrungsweise,die entweder auf den Lord-Oberrichter Jeffreys oder auch aus denKönig selbst einen starken Schatten wirft. Graf von Mulgraveaber, nachheriger Herzog von Buckingham, der darin unterrichtetseyn konnte, gesteht, daß der König ein solches Mitleiden mit sei-nen Feinden gehabt habe, daß er diese unzeitige Härte dem Jeffreynie habe verzeihen können, und für Einige der Verurteilten ließsich auch der König um Gnade erbitten. Daß unter den Verur-teilten wohl am wenigsten Monmouth Gnade hoffen konnte, dieer so oft mißbraucht hatte, ist wohl nicht zu läugnen.
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Jakob erfreute sich nun des Sieges über seine Feinde; alleingerade dieser Umstand führte seinen Sturz herbei, indem er ihnzu sicher machte, und die Unzufriedenheit uMOpposition seinerUnterthanen zu leichtfertig übersah. In der nächsten Session desParlaments hoffte er drei Dinge zu erreichen, die ihm sehr amHerzen lagen; nämlich: die Errichtung eines stehenden Heeres,die Anstellung katholischer Officiere und eine Modifikation derHabeascorpus - Acte. Er dachte, ein König ohne eine stehendeArmee sey in Hinsicht seiner Souveränität durchaus nicht gesichert.
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