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Geschichte von England
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und dem König, woraus Begnadigung erfolgte, und diese Wohl-that erhöhte der gutmüthige Karl noch durch ein Geschenk von6000 Pfd. Es dauerte jedoch nicht lange, ließ sich Monmouthin neue Jntriguen verwickeln, worauf er aus England verbanntwurde. Er fand in Holland bei Wilhelm von Oranien einezuvorkommende Aufnahme, ja man erwies sogar seiner Maitresse,der Lady Harrtet Wcntiworth, eine ausgezeichnete Aufmerksamkeit,weßwegen Karl sich bei den Generalstaaten beschwerte. Nichtsdestoweniger hatte Karl eine solche Vorliebe für diesen wankel-müthigen Prinzen, daß er geäußert haben soll: er liebe ihn wieseinen Augapfel. Monmouths Theilnehmer, die mit ihm seinLoos in Holland theilten, streuten sogar bei Karl'S Tode das Ge-rücht aus, er scy von den Papisten vergiftet worden. Zu dieserZeit verband sich Monmouth mit dem Grafen von Argyle,unter dem Panier des Protestantismus und der Freiheit, denEngländern und Schotten zu Hülfe zu kommen.

Beide erklärten durch ein Manifest den neuen König Jakobder Negierung unfähig, versprachen Herstellung der wahren pro-testantischen Religion und Untergang dem Papismus. Argylehatte mit einer nichts weniger als imposanten Macht die Landung,n Schottland gewagt, fand aber geringen Anhang. Bald wurdenseine Leute von regulairen und Militztruppcn verfolgt, und erselbst gefangen genommen. Mit Entschlossenheit endete er seinLeben am Galgen.

Nachher segelte mit gleich geringen Streitkräften Monmouthvon Holland ab. Auch er trat mit einem pomphaften Manifestin England auf, findet aber eben so wenig Anhang als sein Vor-gänger. Dennoch legte er sich den Titel: König Jakob derZweite bei. Bald wurde er von königlichen Truppen in dieEnge getrieben und bei Sedgemoor geschlagen. Herzog Mon-mouth, statt den Tod zu suchen, ergriff die Flucht. Man fandihn endlich in einem Graben, und nahm ihn gefangen. Vom Königkonnte er um so weniger Gnade erwarten, da er zwanzig Monatevorher von ihm Verzeihung erhalten hatte. Man brachte ihn nachder Hauptstadt. Er hatte den König einen Tyrannen, einen Usur-pator, einen Mörder genannt, und nun flehte er ihn in einem