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stand, und obige Parteihäupter erklärten ihre' Stellen niederzule-gen, wenn der Antrag des feilen Parlaments durchgienge. Alsman den Protector davon in Kenntniß setzte, lehnte er scheinbardasjenige ab, was er im Stillen aufs heißeste gewünscht hatte.Dagegen erhielt er vom Parlament die feierliche Bestätigung(Jnstallirung) seiner Protectoratöwürde, nebst einem Jahrgehaltvon 1,300000 Pfund, mit dem Rechte, seinen Nachfolger selbstzu ernennen (26. Juni). Darauf wurde er mit einem kostbarenPurpurmantel bekleidet, man überreichte ihm einen goldenenScepter, eine reich verzierte Bibel und umgürtete ihn mit einemSchwerte. Er leistete darauf einen feierlichen Eid, fein Caplanverrichtete dann ein Gebet, cS erklangen nach diesem die Trompe-ten, und Herolde verkündeten hierauf den neuen Herrscher. Nunerschallte von den Zuschauern der Freudenruf: „Lange lebeSeine Hoheit! Gott erhalte den Lord-Protector!"
Ungeachtet dieses willigen Nachgebens wurde gegen Ende desJahres 1556 ein Mordanschlag gegen das Leben des Protectorsgemacht. An der Spitze dieses Complotts stand Serby. DerPlan wurde aber noch rechtzeitig entdeckt und die Schuldigenwurden bestraft.
§. 91.
Während dieser inner» unruhigen Bewegungen erhob sich derRuhm Englands nach außen zu immer mehr. Besonders ver-besserte sich die englische Marine durch den vortrefflichen Seehel-den Blake, der gegen das katholisch gesinnte Spanien die eng-lische Flotte commandirte. Dieser mit sehr seichten Gründenunternommene Krieg ließ reiche Beute hoffen. Blake züchtigtenebenbei die Seeräuber von Algier und Tunis, nahm eine spanischeSilberflotte weg, und schloß sogar mit dem Erbfeinde Spaniens,mit Schweden, ein Bündniß. Cromwcll suchte unterdeß mitFrankreich im guten Vernehmen zu bleiben, und König Ludwigbedauerte es sogar, daß seine Geschäfte es nicht erlaubten, „demgrößten Manne der setzt lebenden Welt" seine Auf-wartung zu machen. Nun zeigte sich auch in England das höchstanziehende Schauspiel, daß, nach altem Herkommen, ein Parla-