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Die Minister glaubten oder wollten Andere glauben machen, diejesuitischen Missionäre seyen ins Complott verwickelt gewesen,und obgleich die Mitverschworenen sie srei sprachen, wurden siedennoch verhaftet. Die Verschworenen litten den Tod des Ver-ratheS. Gerard und Greenwayn entkamen aufs Festland,Garnet aber wurde unschuldig zum Tode verurtheilt. Er starbmit frommer Standhaftigkeit; der für Verräther bestimmte Toddes Vierth eilens wurde jedoch an ihm erst dann vollzogen,als er bereits seinen Geist ausgcgeben hatte. Er wurde von Vie-len bedauert
§. 76.
In dem darauf gehaltenen Parlament, wo über des KönigsVerschwendung vergebens geklagt wurde, machte man aufs neueMotionengegen die Katholiken, vor welchen die Mensch-heit eben so zurückschaudert wie vor dieser Pul-ververschwörung, so daß König Heinrich IV. von Frank-reich sich für die unglücklichen Katholiken verwendete. Auch derPapst Paul IV., der seinen Abscheu gegen diesen verbrecherischenPlan geäußert hatte, bat um den königlichen Schutz seiner Glau-bensbrüder; Jakob blieb aber unversöhnlich, wiewohl er sonstvon milder Natur war. Nur verdammte Paul den Eid, welchenman den Katholiken abforderte, weßwegen ein Missionär mitMehreren andern den Verräthertod litt, welche diesen Eid verwei-gerten. Während dessen lebte der König den Freuden der Jagd undder Tafel, wobei er sich auch Ausschweifungen erlaubte, und dieStaatsgeschäfte gänzlich vernachlässigte. Weder durch Bitten, nochdurch anonyme Briese, noch durch Satyren der Schaubühne ließ ersich von seinen Verirrungen abbringen, und oft hatten die Minister
1) Person bemerkt jedoch, daß dieß nicht die erste Pulvervcrschwö-rung ftp- „Die Geschichte gedenkt mehrerer derselben, auch einigerdurch Protestanten in unser» Tagen; als von Jenem, der zuAntwerpen eine Barke voll Pulver in die Hauptstraße stellte, wo derPrinz von Parma mit dem Adel durchkommen sollte; und von Jenemin Haag, der aus Privatrache den ganzen Rath von Holland in dieLust sprengen wollte." S. 37.