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Geschichte von England
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Wochenlang keinen Zutritt zu ihm. Selbst seine gcist- undkenntnißreiche Gemahlin Anna von Dänemark trat oft sei-nem leidenschaftlichen Müffiggang, wiewohl vergebens, in denWeg, deren sittlichen Nus man nur in Schottland und zwar nurleise anzutastcn wagte. Nur dem Trünke war sie ergeben, einUebel, welches damals allgemein, besonders unter den Männernverbreitet war. So schreibt ein Augenzeuge von einem Masken-sest oder Mummerei, denen die Königin» sehr gern beiwohnte:„Mehrere schwelgteninviehischer Trinklust. Frauenwälzten sich im Rausche herum. Nach Tische solltevorgestellt werden der Tempel Salamonis und dieKönigin Saba. Die Dame, welche die Saba vor-stellte, siel mit ihren Geschenken, statt zu Füßen,ihnen ins Gesicht. Sr. Majestät wollten mit derKönigin Saba tanzen, fielen aber hin, und demü-thigten sich vor ihr, wurden dann in ein inneresGemach getragen, und auf ein Paradebett gelegt,welches nicht wenig mit den — Geschenken — derKönigin« besudelt wurde.— In reicher KleidungerschienenbeimZugeder Glaube, dieHofsnungunddie Liebe. Die Hoffnung versuchte zu sprechen,aber derWein machte es ihrso schwer, daßsiesort-ging. Jetzt war der Glaube allein, denn ich bingewiß, es waren keine guten Werke bei ihm, undstolpernd verließ er den Hof. Die Liebe kam zu desKönigs Füßen, und schien die zahlreichen Sündenihrer Schwestern zu bedecken; sie verbeugte sich soziemlich» ndbrachte — Geschenke...dannkehrtesiezurHoffnung und zumGlauben zurück, denen übelwar, und die sich im Saal übergaben." —

Cecil von Salisbury wurde immer mehr des Königsund der Königin Günstling, und er beehrte ihn mit dem Namen„kleiner Spürhund." — Er wurde endlich Groß-Schatz-meister. Der König verschwendete durch Geschenke und ander-weitige Ausgaben so viel, daß die Lieferanten die Lebensmittelfür den Hof nicht abliefern wollten, und die geringer» Hofbedicn-

Durst's Gesch. v. England. 14