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Geschichte von England
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ti'ge Plünderungen r'n den spanischen Besitzungen und an spanischenSchiffen, obgleich Elisabeth unter der Regierung ihrer Schwe-ster Maria dem Schutze Philipps ihre Freiheit, ja vielleicht ihrLeben zu danken hatte.

Doch Philipps Geduld gieng zu Ende. Er rüstete eineungeheuere Flotte aus (Armada genannt), die von MedinaSidonia Farnese von Parma kommandirt wurde. S ir-tus V. unterstützte das Unternehmen mit einer ansehnlichen Geld-summe, in der Hoffnung, England mit der römischen Kirche wie-der zu vereinigen. Die Armada erschien am Kanal (1587).Hätte der Admiral die Engländer gleich angegriffen, während sieim Hasen noch vor Anker lagen, wie dicß die Capitäne vorschlu-gen, so wäre die spanische Flotte vielleicht Siegerin geworden;allein er hatte die Instruktion, Nicht eher anzusangen, als bis daSflandrische Heer auf der englischen Küste gelandet sey. LordHoward übertras die spanischen Schiffe an Schnelligkeit, underöffnete eine furchtbare Kanonade. Das Gefecht blieb jedoch un-entschieden, ein fürchterlicher Sturm zerstreute die Flotte größten-theils. Philipp ertrug dicß Unglück mit Gleichmuth.

Unbeschreiblich jubelten die Engländer über den Verlust derSpanier, die Königin selbst machte dem Heere einen Besuch, Dank-gcbcte und Lustbarkeiten wurden angestellt, doch verlor sie geradezu dieser Zeit ihren Liebling Leicester durch den Tod. Dochschien es, als wolle sie zur Feier des Triumphes, oder um denNeligionshaß zu befriedigen, Menschenopfer aus Dankbarkeitgegen den Allmächtigen darbringen, denn sechs katholischePriester, eine Edelfrau und acht Laien litten den Martyrtod,ja bald darauf folgten noch fünfzehn Andere, und Alles, wasihnen vorgeworfen werden konnte, war die Ausübung ihrer Reli-gion. Graf Arundel litt deßwegen eils Jahre lang Gefäng-nißstrafe. Endlich fühlte er sich einmal bei Tische plötzlich unwohl,und nach dreien Tagen starb er. So litten ein und sechzig Geist-liche, sieben und vierzig Laien den Verräthertvd. Die soge-nannten Necusanten, d. h. solche, welche dem neuen Gottes-dienste nicht beiwohnten, verarmten wegen der häufigen Geld-strafen, die sie bezahlen mußten, oder sie wurden ins Gefängniß