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Geschichte von England
Entstehung
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ihren Haushofmeister Melville, dem seit mehrern Wochen derZutritt zu ihr versagt war. Der alte, treue Diener stürzte hände-ringend und klagend vor ihr auf die Kniee:Gott vergebedenen," sagte Maria,die nach meinem Blute dür-sten wie der Hirsch nach der Quelle."Empfehlemich," sagte sie ferner zu Melville,meinem Sohne, undsage ihm, daß ich nichts gethan habe, was der Un-abhängigkeit und Würde seiner Krone nachtheilig,oder der an ge maßten Ob er herrsch« ft unserer Feindeförderlich seyn könnte." Weinend rief sie noch einmal:Guter Melville, lebe wohl!" und küßte ihn;nocheinmal, guter Melville, lebe wohl! und bete fürdeine Königin!"

Nur nach den eindringendsten Vorstellungen gab der Grafdem Gesuche der Königin nach, und erlaubte einigen ihrenDienern und Dienerinnen, sie auf den Todeswcg begleiten zudürfen.

Den Zug eröffnete nun der Schcriff und seine Beamten, dannfolgte Pawlet und die Grafen von Shrcwöbury und Kent;ihnen folgte Maria, deren Schleppe von Melville getragenwurde. Sie war reich gekleidet. Ihr Schritt war fest, ihr Ant-litz heiter, und sie näherte sich mit einem freien Blick und in maje-stätischer Haltung dem Schaffst. Als sie dasselbe bestieg, reichteihr Pawlet die Hand zur Hülfe.Ich danke Euch, Sir,"sagte sie,es ist die letzte Mühe, die ich Euch ver-ursache und der beste Dienst, den Ihr mir je er-wiesen."

Die Königin setzte sich in einen Sessel, der für sie in Bereit-schaft stand. Ihr zur Rechten standen die beiden Grasen, linksder Sheriff und der Rathssccretair Beal, vor ihr der in schwar-zen Sammet gekleidete Scharfrichter des Towers. Der Befehlzur Hinrichtung wurde verlesen. Sie wiederholte noch einmaldie Vertheidigung ihrer Unschuld. Der rcformirte Dechant vonPeterborough I>. Fleischer suchte, wiewohl vergebens, sie vondem Glauben ihrer Väter abzubringcn, sie hörte ihn nicht, undwar in tiefe Andacht versunken. Mit lauter Stimme recitirte