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Geschichte von England
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vermählen, die unterdeß ihre Gunst dem Leicester geschenkthatte. Marie n's Ehe war aber leider nicht glücklich, denn ihrGemahl war eigensinnig, leidenschaftlich und dem Trünke ergeben.Er erwies ihr nicht immer die gehörige Achtung, er verlangteals König gekrönt zu werden, und als Maria solches stand-haft verweigerte, warf er seinen Haß auf ihre Nathgebcr, nament-lich aus ihren Secretair David Riccio. Er stiftete sogar mitden geflüchteten Lords eine Verschwörung, drang mit diesen inibr Zimmer und stieß den Riccio an der Seite der Königinnieder, so daß er an seinen sechs und fünfzig Wunden starb. Jaes wurde sogar beschlossen, die Königin gefangen zu nehmen.Die Mörder entflohen, fanden in England — mit ElisabethsVorwissen— heimlichen Schutz; Maria aber wußte durchMilde ihren Gemahl wieder zu besänftigen, was er freilichnicht verdient hatte, und Maria gebar bald darauf den PrinzenJakob.

Da bald wieder durch Darnleys Schuld Uneinigkeitenzwischen ihm und der Königin vorfielen, rieth ihr Bruder Mur-ray, Bothwell und noch Andere, sich von ihrem Gemahlscheiden zu lassen; sie gieng aber auf diesen Rath nicht ein. Dabeschlossen Darnleys Feinde, ihn ans dem Wege zu räumen.Bothwell übernahm die Ausführung, und jeder erklärte,die That für die scinige zu achten. Nur Murray scheint sichneutral gehalten zu haben.

„Als Darnlcy zu Glasgow von Blattern befallen wurde,schickte die Königin ihm ihren Leibarzt, besuchte ihn nachher selbst,und sie versprachen sich, alle Beleidigungen vergessen zu wollen.Nach Edinburg zurückgekommcn, wies Maria ihm an, der bes-sern Luft wegen ein außerhalb der Stadt gelegenes Haus, Feld-kirch e genannt, zu beziehen. Hier beschlossen die Verschwore-nen ihren Plan auszuführcn. Sie unterminirtcn das Gebäude,und brachten Schießpulver dahin. Die Königin hatte selbst eineWohnung im Hause, in der sie auch wohl die Nacht blieb. EinesTageS hatte sie versprochen, einem Balle beizuwohncn, blieb nochbei Darnlcy von sechs bis eils Uhr, küßte ihn beim Weggehen,und steckte ihm noch von ihrer Hand einen Ring an die seinige.