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Geschichte von England
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meineidig zu werden, oder den Tod zu leiden." —Dieß hatte zur Folge, daß dieses barbarische Gesetz entweder ausKlugheit oder aus Menschlichkeit Elisabeth's in seiner Strengenicht vollzogen wurde.

Unterdeß wünschte die englische Nation, die Königin möchtesich verhcirathen, um einen Thronerben zu erhalten; sie verbatsich aber scde Einmischung in diese zarte Angelegenheit.Auch wegen Maria Stuart beschäftigte man sich mitHciraths-prosccten. Elisabeth suchte die Verbindung mit einem Katho-liken zu verhindern, und man schlug der schottischen Königin denRobert Dudley vor, den Liebling der Königin Elisabeth,dessen Gattin nie am Hose erscheinen durfte, und die unter soverdächtigen Umständen plötzlich starb, daß man glaubt, sie seyermordet worden. Maria wußte von diesem Geheimniß, undDudley bekam auch in der Person des Lord Darnlcy einengefährlichen Nebenbuhler. Elisabeth widersetzte sich diesemProsect und erklärte, daß, wenn sie ferner noch aus das bisherangenommene Recht auf den englischen Thron Ansprüche machenwolle; so müßte sie entweder den Dudley heirathcn oder Wittwebleiben. Maria aber erklärte, sie wolle Thron und Herz mitDarnley Heilen. Da sich aber auf Elisabeths Veranlas-sung durch den tückischen englischen Gesandten Trockmortonund Mariens Bruder, den Grafen Murray, unter dem Vorwand,das Evangelium sey in Gefahr, eine Verschwörung bildete, er-klärte die Königin Maria, sie habe nie das Gewissen irgendeines Untertbans beunruhiget, so ertheilte sie dem Darnley denTitel eines Herzogs von Albanien, und ließ sich mit ihmgesetzlich trauen 0565). Ucberdicß erklärte sie ihrer Schwester,sie möge sich mit der Regierung von England begnügen, ihr aberdie Sorge von Schottland überlassen; den englischen Gesandtenaber schickte sic in das Schloß Dunbar, weil er es gewagt batte,das schottische Gebiet ohne Paß zu betreten. Die consödcrirtenLords aber sagte sie an der Spitze von achtzehntausend Mannauseinander.

8. 70.

Man drang abermals in die Königin Elisabeth, sich zu