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Dann kehrte sie bei Fackelschein nach Holyroodh ouse zurück.Nach Beendigung dcö Balles, kurz nach Mitternacht, begab siesich auf ihr Zimmer, und gegen zwei Uhr wurde der Palast unddie Stadt durch eine fürchterliche Explosion erschüttert. Balderfuhr man, die Feldkirche sey in die Luft gesprengt worden,die Leichname Darnleys und seines Pagen lägen im Garten, undüberdieß die von drei andern Männern und eines Knaben lägenunter den Trümmern des Gebäudes (1561).
Dieses tragische Ereigniß hat die Streitfrage veranlaßt, obdie Königin Maria um die Ermordung ihres Gatten wußte odernicht. Alle Stimmen sind jedoch darüber einig, daß sie sich imersten Augenblick benahm wie eine unschuldige Frau. Sic be-jammerte den Tod ihres Gemahls, mit dem sie sich erst versöhnthatte; äußerte den Verdacht, man habe auch sie in sein Schicksalverwickeln wollen, und erklärte ihren Entschluß, an den Urheberndieses schändlichen Verbrechens volle Rache nehmen zu wollen.Sie ließ ihr Gemach schwarz ausschlagen, und brachte die erstenAugenblicke in Finsterniß und Einsamkeit zu. Sie versprachnachher große Belohnung denen, welche die Schuldigen entdeckenwürden *).
§. 71.
Jeder aber fürchtete Bothwclls Macht. Selbst der Vaterdes Ermordeten, Graf von Lennox, welcher jenen des Mordesangeklagt hatte, ließ die Anklage wieder fallen. Der Angeklagteselbst forderte Jeden zum Zweikampfe heraus, der es wagen würde,ihn des Mordes zu zeihen, so daß ihn die Königin selbst fürunschuldig erklärte. Bothwell gicng jetzt so weit, daß er sichsogar Hoffnung ans die Hand der Königin machte, in welchemPlane ihn einige Peers sogar unterstützten. Den Tag daraufritt Maria nach Stirling, um ihren Sohn zu besuchen. Daerschien Bothwellmit tausend Reutern, und brachte die Königin— gefangen nach Dunbar. Hier kam sie nicht eher frei, alsbis sie eingewilligt hatte, seine Gattin zu werden.
Marien'ö Feinde erklären, alles dieses sey ein verabredeterPlan gewesen; allein sie versicherte, vor ihrem Besuche zu Stir-
1) Lingard's Gcsch. Englands. Wien 1832 (H. Bd. 2. Abth.).