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Geschichte von England
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die Gesetzgebung eines toleranter» Zeitalterssegnen lernen, indem die Abweichung von dem herr-schenden Glauben zwar noch in einigen Ländernmit bürgerlicher Unfähigkeit, aber doch nirgendsmehr mit dem Tode bestraft wird." — Selbst Karl V.und Philipp II. haben in ReligionSsachen Milde angerathen.Damals predigte ein spanischer Mönch und Philipps Beichtvater,Alphonso di Castro, vor dem Hofe gegen diese Härte. „Es wi-derspreche," sagteer, „dieses Verfahren demGeistewie den Worten des Evangeliums; durch Milde,nicht durch Strenge müßten Menschen der HeerdeChristi zugeführt werden, und die Pflicht der Bi-schöfe sey cS, ihre irrgeleiteten Brüder zu belehren,nicht aber deren Tod zu verlangen." —

Elisabeth.

1288 — 1603 .

8 . 68 .

Die Tochter Heinrichs und der Anna Bolepn, Elisabeth, be-stieg ohne Widerspruch den Thron. Gleich anfangs schenkte sie demWilliam Cecil ihr Zutrauen. Er war srühcrhin SecretairEduards VI., wurde als Nordhumberlands Mitschuldigerbegnadigt, heuchelte unter der Königin M aria den katholischenGlauben; hat sich aber bei ihrer zunehmenden Kränklichkeit —„vonderuntergehenden zurau fg ehe ndenSonne" —gewendet, und wurde nun Secretair der Königin Elisabeth.

Heimlich wurde auswärtigen Höfen mitgctbeilt; die Königinsey dem reformirten Glaub cn zugcthau, und wünsche, alleBekenner desselben zu vereinigen. Carne, Resident zu Rom,mußte dem Papste anzeigcn, sie wolle dem Gewissen ihrer Unter-thanen keinen Zwang anthun, von welcher Religion sie auch seyen.Allein Paul lV., bei dem durch den französischen Botschafter dieAnsprüche Maria's, der jungen Königin von Schott-land, auf den englischen Thron geltend gemacht wurden, antwor.tete: „Das Erbrecht einer in unrechtmäßiger Ehe