daß wir wegen Erfüllung unserer Pflicht vonhier vertrieben werden. Mit Dank gegen Gottwissen wir, daßder Weg zum Himmel nicht wei-ter ist zu Wasser als zu Land, und kümmern unsalso nicht, welchen wir — Bald darauf wurden
mehrere solcher Geistlichen thcils ins Gesängniß geworfen, theilSverwiesen. Einige starben in ihrer Haft. Jede Einwendunggegen die Suprematie galt für Hochvcrrath. Einige Priorenwurden hingcrichtet. Sie wurden gehängt,- lebendig abgcschnit-ten, ihnen die Gedärme ausgewundcn und dann geviertheilt.Der Bischof Fischer von Rachester wurde des Hochverrathesangeklagt, weil er gesagt haben soll: „der König sey nichtdas Haupt der Kirche." Paul HI. hatte ihn kurz vorhermit dem Kardinalspurpur bekleidet, da sagte Heinrich: „MagihmPaul denHut schicken, ich werde dafürsorgen,daß er keinen Kopf hat,-um ihn aufzusetz en." — Die-ser ehrwürdige Prälat wurde endlich hingcrichtet, und sein ent-blößter Leichnam zur Schau ausgestellt.
Sir Thomas Morus wurde vor die Schranken desselbenGerichts gestellt, wo er einst als Richter mit allgemeinem Beifallden Vorsitz geführt hatte. Er wurde aus dem Tower geführt,und wer ihn sah, bemitleidete die Spuren seiner langen, hartenGefangenschaft. Man suchte ihn vor Gericht zu verwirren, gabihm aber endlich zu verstehen, er könne an die Gnade des Königsappelliren, wenn er seine Meinung abschwören würde. Er machteaber von dieser Gnade keinen Gebrauch, und vertheidigte sich aufsbercdtsamste. Er sagte, daß er die vorgeworfene Aeußerung: „dasParlament könne den König nicht zum Oberhauptder Kirche machen, denn es ist ein weltliches Tri-bunal, ohne geistliche Autorität" — nicht gesagt habe.Dennoch sprach mau das Schuldig über ihn aus. Darauf bater noch einmal um das Wort und erklärte: daß der Supre-matseid unerlaubt sey. Allerdings thue es ihmwehe, anderer Meinung zu seyn, als die edlenLords; aber seinGewissen befehle ihm, derWahr-heit Zeugniß zu geben. UebrigenS sey ja die