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Geschichte von England
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Cardinal verlangte, mit seinen Anklägern confrontirt zu werden.Zuletzt litt er an.der Wassersucht. Angekommen in der Abteivon Leicester, sagteer zum Abt: „Vater Abt, ich komme,um meine Gebeine bei Euch niederzülegen."— AlSer in seinem Zimmer den Lieutenant des TowcrS, Kynston, er-blickte, sagte er zu ihm: „Herr Kpngston, scyd so gut,mich Seiner Majestät zu empfehlen, und Sie inmeinem Namen zu bitten, Sich alles ins Gedächtnißzu rusen, w as z w isch c n un s vorgefallen ist, beson-ders im Betreff der guten Königin Katharina undIhrer Selbst; und dann werden Seiner Gnadenin Ihrem Gewissen erkennen, ob ich Sie beleidigethabe oder nicht. Er ist ein Fürst von gar könig-lichem Sinne; ehe er seinen Willen in etwas auf--gicbt, wird er eher sein halbes Königreich inGefahr bringen, und ich versichere Euch, ichhabe oft vor ihm auf den Kn i een gelegen, undmanchmal drei Stunden lang, um ihn von seinenGelüsten abzuweuden, und konnte es nicht da-hin bringen. Und, HerrKyngston, hätte ich nurGott so fleißig gedient, wie ich dem Königegedient habe, er würde mich nicht verlassen habenin meinen grauen Haaren. Aber das ist dergc-r echte Lohn dafür, daß ich bei meiner Mühe undm e i n e m N a ch s i n n e n n i ch t m e i n e n D i e n st g e g e n G o t t,sondern nur meine Pflicht gegen meinen Fürstenim Auge hatte." — Nachdem endlich Wolsey die letzte»Tröstungen der Religion erhalten hatte, starb er im sechzigstenJahre seines Alters. Durch seinen Tod bekamen des Königs Lei-denschaften von nun an ganz freien, zügellosen Spielraum.

Nach Wolsey's Tode erhielt dessen Stelle der Schatzmeisterdes königlichen Hauses, Thomas Morus; legte aber dieselbezwei Jahre nachher freiwillig nieder. Darauf wurde Warhamvon Canterb ury vorgeschlagen, jedoch verworfen, weil er einGeistlicher war. Doctor Stephan Gardiner wurde daraufSekretär des Königs, der mit dem Cardinal gleiche Fähigkeiten