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Geschichte von England
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einer ihrer Begleiterinnen: „Nie habe ich meinem Ge-mahl widersprochen; ich werde aber die erste Ge-legenheit ergreifen, um wegendiesS Ungehorsamsihn um Verzeihung zu bitten".

Heinrich fühlte wohl den Eindruck, den diese Rede machenmußte, und erklärte: „sie sey stets seine gehorsameGattin gewesen, u ndsein Verfahren rühre nurvonder Zartheit seines Gewissens her. Man ricth ihm,sich an den Papst zu wenden, dessen Entscheidung er sich fügenwolle.

Der Proccß gieng seinen Gang fort, und als die Königinnicht wieder erschien, erklärte man sie für widerspenstig. Als cSaber zur Entscheidung kommen sollte, bat Camp egg io den Papstschriftlich, die Sache vor seinen Nichterstuhl zu ziehen. Derkönigliche Anwalt aber forderte im stolzen Tone daS Gericht auf,das Urtheil zu sprechen; der Cardinal aber crwicderte: „solchesMüsseverschobenwerden, bis dicActendem Papstevorgelegt worden seyen. Er sey bloß gekommen,um zu rathen, er sey alt, schwach und krank, undsürchtekeinesMenschen Zorn." — Vergebens bot man ihm,um ihn zu gewinnen, das reiche Bisthum Durham an. Da schlugder Herzog von Suffolk auf den Tisch und rief heftig: „Jetztfinde ich das alte Wort bestätigt: „„Nie brachteein Cardinal nach England etwas Gutes!""—Daraus crwicderte Wolsey: „Sir, unter Allen, die daleben, habt ihr am wenigstenUrsache, schlecht vonCardinälen zu reden; denn wäre ich, ein armerCardinal, nicht gewesen; so würdet ihr setzt nichteinen Kopf aus Euern Schultern haben, um einesolche Prahlerei zu machen zum Nachtheil von uns,dieEuchnicht übelwollenundEuch nicht beleidigethaben. WennJhr, Mylord, deSKönigsBotschaf-ter in fremden Ländern wäret, würdet Ihr Euchunterfangen, wichtige Gegenstände zu entscheiden,ohne vorher bei Eurem Herrn anzu fragen? Wirsind auch Bevollmächtigte, und können nicht zum