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Geschichte von England
Entstehung
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Fortgang der Untersuchung. Eö entstand nämlich in Englandeine epidemische Krankheit, die sogenannte Schweißkrankheit.Selbst Anna Boleyn wurde davon befallen. Sie befand sichbei ihrem Vater auf einem Landsitze, wohin sie auf Befehl desKönigs gebracht worden war, um der Ansteckung zu entgehen.Auch der König wechselte deßwegen öfters die Residenz, wohnte,statt an „seine g eh eime Ang elcgenh eit " zu denken, denAndachtsübungen der Königin bei, beichtete jeden Sonntag, undcvmmunicirte alle Sonn- und Feiertage. Die augenblicklicheEinigkeit, mit weicherer jetzt mit der Königin lebte, Anna'SEntfernung und die ernstere Stimmung, welche die Krankheit inseinem Gemüthe angeregt hatte, erregte Hoffnungen, er werdeder Scheidung entsagen; allein kaum hatte die Krankheit aufge-hört, als er Anna Boleyn wieder an seinen Hof kommen ließ.Doch als Camp eg gio in London anlangte, entfernte der Königsie der Schicklichkeit wegen, und lebte mit Katharinen so,als sey nichts vorgefallen.

Der Erstere ermahnte nun die Königin, in ein Kloster zugehen; sie erwiedertc aber mit bescheidener Festigkeit: sie sey nichtfiir sich bekümmert, sondern für Jemanden, dessen Interesse ihrtheuercr sey, als ihr eigenes, nämlich das ihrer Tochter Maria,der präsumtiven Throncrbin. Sie finde es sonderbar, daß mansie über einen so zarten und wichtigen Punkt vernehmen will. Sieverlange einen Anwalt, denn sie sey eine schwache, ungelehrteFrau, eine Fremde, während ihre Gegner hocherfahrene, rechtskun-dige Männer scyen, begierig, die Gunst ihres Herrn zu erlangen.Man erlaubte ihr, zwei ausländische Advokaten, jedoch keine Spa-nier, nämlich aus Flandern, dann einige Prälaten und Cano-m'sten zu ihrer Verteidigung sich auszuwählen.

Um das Volk zu gewinnen und das Murren zum Schweigenzu bringen, berief der König eine große Versammlung von Naths-gliedern, Lords und Bürgern nach Bridewell, wo er sein bisheri-ges Verfahren und die Einleitung des Protestes auScinander-setzte, von seinen Gewifsenöserupeln sprach, und daß er dem Papstedie Entscheidung überlassen habe. Nebenbei bemerkte er aber:DerStolzeste unter ihnen solle seinen Souverain

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