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Geschichte von England
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befahl dem Oberrichter, das Todesurtheil über sie zu sprechen;allein der unerschütterliche Richter weigerte sich dessen, danachdem Gesetze er keine Gewalt über das Leben des Prälaten habe,und sowohl dieser, als der Lordmarschall, Anführer der Insurgen-ten, mußten von ihren Pairs gerichtet werden. Dieses traurigeGeschäft übernahm Ritter Fulthorpe. Der Erzbischof riefaus: „Der gerechte Gott weiß, daß ich nie Böseögegen König Heinrich im Sinne hatte, und ich for-dere Euch auf zubeten, daß mein Tod nicht an ihmoderseinen Freundengerächtwerd e." — Der Erzbischofstarb mit dem Muthe eines Märtyrers, und ward auch vom Volkeals solcher betrachtet. Der König wollte, daß die Verurteiltenim Parlament als Verräther erklärt würden; allein die Pairswichen aus, und Heinrich ließ die Sache bewenden. Durch seineWachsamkeit, Besonnenheit und Thätigkeit glückte es ihm, bisherimmer siegreich aus dem Kampfe mit seinen Feinden hervor zugehen. Nur Owen oder Glendour von Wales leisteteihm hartnäckigen Widerstand, dem von dem mächtigen Lord Greyvon Kuthyn ein Theil seines Besitzthums entzogen worden war,und der sich vergebens mit einer Petition an das Parlament wen-dete. Er leitete überdieß seine Abkunft von dem letzten eingebor-nen Fürsten von Wales ab, deßwegen erklärte er sich überdieß nochzum rechtmäßigen Beherrscher von Wales. Er fand Anhang undseine Klugheit verschaffte ihm in dem mit Heinrich geführtenKriege viel Glück und Siegesruhm. Letzterer beschuldigte sogarseinen unverzagten Gegner, um die Ehre der königlichen Waffenzu retten, der Zauberei. Das Ende dieses Parteikampfes wirdverschieden erzählt; doch scheint aus noch vorhandenen Dokumen-ten hervorzugehen, daß dieser Kampf selbst noch unter der folgen-den Regierung fortgesetzt wurde.

Die letzte Zeit seines Lebens brachte Heinrich sehr leidend zu.Der älteste Prinz Heinrich überließ sich ohne Maas den Ver-gnügungen und verderblichen Leidenschaften, auch spielte er denSonderling. So erschien er einmal vor seinem Vater, als ersich hinsichtlich seines Betragens gegen die Vorwürfe des Königszu vertheidigen suchte, in einem blau-seidenen Gewände, worauf