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seiner Regierung, nachdem er fünf und sechzig Jahre gelebthatte.
Ausgezeichnet war König Eduard an Körperkraft und Schön-heit, so auch in geistiger Hinsicht. Er verstand außer dem Eng-lischen auch Deutsch, Französisch und Lateinisch. Im geselligenLeben war er anmuthig, und seine Haltung als König würdevoll.Jagd und Waffenspiele war seine vorzüglichste Lust. Durch seineKriegsthatcn erwarb er sich hohen Ruhm, sowohl bei seiner Na-tion als auch im Ausland, der um so schöner glänzte, weil er mitdemselben Großmuth verband. Als er noch aus dem Sterbebettelag, erschienen vor ihm die Bürger, und ernannten den Richardvon Bordeaux, den Sohn des schwarzen Prinzen, zum Nach-folger, der erst elf Jahre alt war. Dieser wurde bald darauf ge-krönt und ihm ein Regentschastsrath beigegeben.
Der verstorbene König war mit Philippine von Henne-gau vermählt, die ihn mit sieben Söhnen und sieben Töchternerfreute. Er war der Stifter des Hosenbands-Ordens(1349), dessen Motto war: Rom sott, yui wul 7 ponss').
s. 41.
Um das Jahr 1360 hören wir zum erstenmal etwas von demReformator Wycliffe. Die Bettelmönche, haben sich nämlichdurch Frömmigkeit, Eifer und Gelehrsamkeit allgemeines Zutrauenund auch Achtung beim Volke erworben. Sie waren geübte Kan-zelredner, und auch auf dem Katheder zeichneten sich Manche aufden Hochschulen aus. Ihre Gegner aber verklagten sie hinsichtlichihrer Grundsätze im Betreff der Armuth Christi, die sie strengnachahmten, beim Papste, und zu diesen gesellt sich Wycliffe.Er suchte gegen ihre Ansicht die kleinliche Distinktion geltend zumachen: „ Christus habe wohl genommen, aber nichtbegehrt. Die Bettelmönche erpreßten aber diemilden Gaben, und suchen durch Lügen zu gewinnen."— Dann stürzte er den Rektor einer geistlichen Corporation, und
1) Es geht eine Sage, der König habe diese Worte ausgesprochen,als er das der Gräfin von Salisbury entfallene Strumpfband aufhob.