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wußte diese Stelle bei dem Bischof sich zu erwerben. SimonCang ham aber protestirte gegen dieses Verfahren bei dem Papste,und Wyclifse mußte dieser Stelle wieder entsagen. Als königlicherCaplan vertheidigte er auf der Hochschule zu Oxford die Rechteder Krone gegen die Forderung des Papstes. Er erhielt danneine Prübcnde an der Collegiatkirche zu Wcstburg, während er zu-gleich ganz gegen seine späteren Grundsätze über die Annahme vonPfründen das Rektorat zu Eglinghain besaß. Er trug eine grobeKutte, ging barfuß, und ahmte somit die Bcttelmönche nach, die erzu bekämpfen suchte. Späterhin zog er über den Papst und überdie ganze Geistlichkeit los, rügte ihre Reichthümer, und sammelteum sich Gleichgesinnte, die sich armc P r ieste r nannten. Alser von dem Primat vorgefordert wurde, kam cs zum Aufstand,denn sein Begleiter, der Herzog von Lancaster, befahl, alsWpcliffe vor dem Primat erschien, ihm einen Stuhl zu bringen.Der Bischof von London aber bemerkte: „einem Beklagtensey es nicht erlaubt, ohne Erlaubniß der Richtersich zu setzen." — Lancaster aber erlaubte sich so beleidigendeAusdrücke, daß das Volk, das Unschickliche fühlend, den Bischofvon London vertheidigte, und Lancasters Pallast plünderte. Wy-cliffe bekam wegen seines Benehmens einen derben Verweis. Ei-nige Tage darauf starb König Eduard.
Richard ll..
1377 - 1399 .
Z. 42.
An demselben Tage, wo Richard's Großvater starb, hielter seinen Einzug (2. Juni 1377). Triumphbogen waren errich-tet, Schauspiele wurden veranstaltet, aus künstlichen Brunnenströmte Wein. Auf dem Marktplatz von Chcabside war ein schloß-artiges Gebäude aufgerichtet, aus welchem Wein strömte. Ausvier Thürmchen standen vier weißgekleidete Mädchen. Als derKönig sich näherte, bliesen sie ihm kleine Stückchen Blattgoldentgegen, warfen ihm aus Papier geschnittene Gulden zu, kamendann herab, kredenzten ihm und seinem Gefolge Wein aus golde-