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englische und französische Fürsten und Barone folgten dem Bei-spiele ihrer Herrscher.
Der ftanzösische König gab sich nun alle Mühe, den Friedens-traktat auf das pünktlichste in Erfüllung zu bringen; allein soehrenvoll sein Bestreben war, so stellten sich doch Hindernisse inden Weg. Johann meinte es redlich, denn sogar vier könig-liche Prinzen schickte er als Geißeln nach England. Da der eine,der Herzog von Anjou, vertragswidrig früher zurückkehrte,reiste deswegen Johann selbst zum englischen König. Da seineRäthe ihn davon abhalten wollten, gab er die edle Antwort:„Wenn die Ehre überall verbannt wäre, so müßtesie in der Brust der Könige eine Zuflucht finden." —Eduard empfing ihn aus das freundschaftlichste. Allein bald dar-auf überfiel den König Johann eine gefährliche Krankheit, der erunterlag. König Eduard ließ den Verstorbenen mit wahrhaftköniglicher Pracht die Ercquien halten und den Leichnam unterstattlicher Bestattung nach Frankreich bringen. Er ertheilte als-dann seinem ältesten Prinzen die französischen Besitzungen unterdem Titel eines Fürsten von Aquitanien. Der jungeEduard oder der schwarze Prinz residirte zu Bordeaux.Dieser focht noch für Pedro IV. von Castilien, worauf er als-bald erkrankte. Er mußte sich nun von allen Geschäften zurück-ziehen und starb zuCanterbury, wo noch heutiges Tagesseine Grabstätte zu sehen ist.
Karl, der neue König von Frankreich, hielt sich an diefrüher» Verträge nicht. Bald brachen wieder die alten Feind-seligkeiten aus, und Karl eroberte meist alles, was sein Vaterverloren hatte. Zuletzt wich auch die Lebenskraft des englischenKönigs, und er zog sich ganz vom Geräusche der Welt zurück.Nur die Hofdame Perrerö hatte die Sorge für ihn übernom-men. Doch auch sie reiste am Morgen seines Todestages ab,indem sie ihm seinen gefährlichen Zustand verhehlte. Da plün-derte das Hausgesinde den Pallast; aber ein Priester näherte sichihm, und bereitete ihn zum Tode vor. Endlich erfaßte der ster-bende König ein Crucifir, küßte es mit Thränen, und so schieder aus den Mühen dieses Lebens im ein und fünfzigsten Jahre