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wies die hochgespannten Forderungen Eduards standhast ab. Letz-terer steckte die Vorstädte in Brand, zog aber dennoch ab, dochdrohte er, im nächsten Sommer wieder zu kommen. Mit neuenFriedensvorschläg'cn reiste ihm der Kanzler von Frankreich nach.Eduard verwarf aber alles, obgleich sein zahlreiches Heer durchKrankheiten und Mangel sich sehr vermindert hatte. In derNähe von Chartres erreichte ihn ein fürchterliches Ungewitter.Grausenhaft wüthete der Sturm, Hagel von ungewöhnlicher Größesiel vom Himmel, Blitze durchkreuzten die Lust, und fürchterlicheDonnerschläge schienen ihm den Zorn des Himmels über seineEroberungslust anzukündigcn. Dazu kam noch der bejammerns-würdige Anblick der Tausenden, die mit dem Tode rangen. Dießalles erweckte in dem Herzen des Königs eine plötzliche Reue.Mit aufgehobenen Händen und den Blick hingewendet gegen dieCathedrale von Chartres gelobte er Gott und der heiligen Jung-frau, jedem Friedensvorschlage Gehör zu geben, der nur einiger-maßen mit seiner Ehre sich vertrüge. Schnell wurde der Traktatvon Bretignp im Jahre 1360 zu Stande gebracht, nach welchemEduard den Ansprüchen d er sranz ösisch e n Krön e undder alten Erbgüter seines Hauses entsagte, und be-hielt nur Calais, Gui s nes, G u ienne, Poithou und dieGrafschaft Ponthieu mit voller Souveränität. Dagegen ver-sprach der Dauphin drei Millionen Goldkronen binnen sechs Jah-ren für die Auslösung des französischen Königs.
In der Nicolaikirche von Calais kamen König Eduardund König Johann zusammen, und Beide knieten sich an denAltar während der heil. Messe, die ein päpstlicher Legat hielt.Nach der Wandlung wendete er sich mit dem Ciborium und mitder heiligen Hostie zu den beiden Königen, und forderte sie auf,den Vertrag zu beschwören. Da sprach Eduard zu Johann:„Werthester Bruder, ich erkläre Euch im Voraus,daß ich nicht durch meinen Eid gebunden seyn will,wenn Ihr nicht den Vertrag in allen Punkten ge-treulich beobachtet." — Johann erklärte sich damit einver-standen, und beschwur dann den Vertrag bei Christi Leib unddem heiligen Evangelium. Eduard that ein Gleiches, und auch