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Geschichte von England
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mit dem Motto: „Ich diene;" und seine Nachfolger behiel-ten diese ehrenwerthe Erinnerung bei. Im Lager und in ganzEngland wurden wegen dieses außerordentlichen Sieges Dank-gebete veranstaltet.

Eduard verfolgte seine Vortheile noch weiter, und belagertebald darauf Calais, um sich einen bequemen Hafen zu verschaf-fen. Philipp dagegen forderte den Herrscher von Schottland,David Bruce, der von den Schotten geliebt wurde, auf, Ein-fälle in England zu machen. Die entschlossene Königin vonEngland Philipp ine ritt, wie die muthige Gräfin von Mont-fort, umher, und ermunterte die Engländer zur tapfern Gegen-wehr. Bei Nevilgrohz erfolgte die Schlacht. David wurdegefangen, und fünfzchntausend Schotten blieben aus dem Schlacht-felde.

Vergebens suchte Philipp Calais zu entsetzen. Nach einfäh-riger Belagerung wehte endlich der englische Banner auf demSchlosse der Stadt. Eduard bestand darauf, daß sich die Stadtauf Gnade und Ungnade ergeben sollte. Man beratschlagtezehn Tage lang wegen der Uebergabe der Stadt, da sie schonMangel an Lebensmitteln litt; man fürchtete aber wegen frühe-rer Seeräubereien, daß die Engländer sich rächen würden. Daerbot sich Eustach St. Pierre mit fünf Andern, ihr Leben fürihre Mitbürger zu wagen. Sie zogen ins englische Lager, an-geführt von dem Gouverneur Johann von Vienne, verwe-gen seiner Wunden auf einem Pferde ritt. Ihm folgten fünfzehnRitter mit entblößtem Haupte, ihre Schwerter gegen die Erdegekehrt. Diesen folgten die sechs Bürger, unbedeckt und barfuß,mit Stricken in den Händen. Mit strengem Ernst empfing sieder englische König. Der Gouverneur überreichte sein Schwertund die Schlüssel der Stadt. Darauf flehten alle die Gnadedes Königs an. Dieser blieb unerbittlich, wieß die Fürbitte sei-ner Barone ab, und schickte nach dem Scharfrichter. Endlichgab er den Thränen und dem Flehen der Königin Philipp inenach, sie ließ die Gefangenen mit Kleidern versehen, beschenktesie mit Geld, und spendete ihnen eine reichliche Mahlzeit. Auf

Durst'r Gcsch. v. England. 6