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diese Weise kam Calais in die Hände der Engländer,die cs länger als zwei Jahrhunderte behielten.
Aufs neue suchte Papst Clemens H. den Frieden zwischenbeiden Monarchen wieder herzustellcn. Ucberhaupt sind die Wohl-thatcn, welche dem menschlichen Geschlechte durch den Einstußund die friedliebenden Gesinnungen der Päpste widerfuhren, vonden Schriftstellern nicht immer gewürdiget worden. In einemZeitalter, welches kein anderes Verdienst schätzte, als das krie-gerische, wäre Europa in einen ewigen Krieg versunken, hättennicht die Päpste zu Zeiten an der Erhaltung oder Wiederherstel-lung des Friedens gearbeitet. Ihr Charakter, als gemeinsameVäter der Christenheit, gab ihren Vorstellungen ein Gewicht,auf welches kein anderer Vermittler Anspruch machen konnte, undihre Legaten ließen sich weder beschwerliche Reisen, nach Kostenverdrießen, wenn es galt, die feindseligen Interessen der Höfezu versöhnen, und die Schwerter der kämpfenden Parteien inFricdenSpalmen zu verwandeln. — Clemens vermittelte auchwirklich einen sechsjährigen Waffenstillstand. Während dieserZeit aber suchte der französische Gouverneur von St. Omer denenglischen von Calais durch eine angebotene Geldsumme zu ver-leiten, treulos gegen seinen Herrn zu werden. Der englischeGouverneur Amerigo di Pa via, ein geborncr Italiener,stellte sich, als wolle er von dem Anerbieten Gebrauch machen;setzte aber seinen König davon in Kenntniß. Um Mitternachtwurden zwölf französische Ritter mit hundert Geharnischten in dasSchloß gelassen. Sogleich wurden sic gefangen genommen, unddie Engländer griffen die am Thorc ausgestellten Franzosen an.Der Gouverneur von St. Omer leistete mannhaften Widerstand,mußte sich aber doch ergeben. König Eduard focht selbst mit alsgemeiner Ritter, und schlug sich mit dem tapfern Eustach vonNibeaumont. Zwar erhielt erstrer zwei Hiebe, so daß er indie Knie sank, raffte sich aber doch wieder empor, und wurdeendlich seines Gegners Meister. Nachher gab sich der König zuerkennen, und lud seine Gegner zur Abendmahlzeit ein, wo sievon englischen Rittern und selbst vom Prinzen von Wales bedientwurden. Nach der Tafel nahm der König einen Perlenkranz vom