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Geschichte von England
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auf den folgenden Tag zu verschieben. Allein die französischenkampflustigen Krieger ließen sich nicht mehr aufhalten, und esentstand alsbald große Verwirrung. Dazu kam noch eine Son-nensinsterniß, Schaaren von Vögeln flogen schreiend über dasHeer hin, und der Regen floß unter Blitz und Donner inStrömen vom Himmel herab. Erst späterhin erheiterte sich dasWetter.

Mehrere tausend Armbrustschützen bildeten den Vortrab desfranzösischen Heeres. Ihr Pfeilregen wurde von den Engländernerwiedert, und erstere mußten endlich weichen. Die Geharnisch-ten griffen den Trupp an, den der Prinz von Wales befehligte.Man wollte Verstärkung holen; allein der König verweigerte es,indem er sagte: „Der Knabe soll seine Sporen ver-dienen: Er und Jene, denen er anvertraut ist, sol-len den ganzenRuhm des TageSdavon tragen." —Schon war der Bruder des Königs von Frankreich und der Grasvon Flandern gefallen, und die Schlacht war entschieden. Daergriff Johann von Hennegau das Roß des französischenKönigs, und führte ihn mit Gewalt auö der Schlacht. Der Siegwar auf der Seite der englischen Waffen. Eduard eilte zu seinemSohne, umarmte ihn und rief freudig aus: „Lieber Sohn,fahret so fort. Ihr habt Euch adelig benommen.Ihr habt Euch Meiner und der Krone würdig ge-zeigt!" — Der junge Eduard warf sich auf die Kniee, undschrieb mit kindlicher Bescheidenheit den Sieg dem König zu.

Des andern Tages erneuerte sich die Schlacht und zwar nochblutiger als am vorhergehenden. Man brachte dem König acht-zig eroberte Banner und ein Verzeichniß von elf Fürsten, zwölfhundert Rittern und dreißigtausend geringer» Standes, welchegeblieben sind. Ein dreitägiger Waffenstillstand wurde demFeinde bewilliget, um die Todten zu begraben, und Eduardwohnte in Trauerkleidern dem Seelenamte auf dem Kirchhofe vonMontenay bei. Unter den Gebliebenen des französischen Heereswar auch der bejahrte König von Böhmen Johann, der, blindgeworden, dennoch am Treffen Antheil nahm. Der Prinz vonWales nahm dessen Helmschmuck an, nämlich drei Straußfedern