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Geschichte von England
Entstehung
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lyn, Fürst dieses Landes, verweigerte ihm die Huldigung z dochwurde er endlich gezwungen, sich zu unterwerfen (1277). Den-noch erregte dessen Bruder David, der früher verbannt, vonEduard aber freundlich ausgenommen und sogar von ihm zumRitter geschlagen wurde, neuen Aufstand. Am Palmsonntageüberrumpelte der König das feste Schloß Ha Warden (1282).Die Walliser stürzten von ihren Bergen herab, und richtetengleich wilden Barbaren schreckliche Verheerungen an. Endlichwurde Llewellyn in einer Schlacht durch einen Ritter getödtetund David von seinen eigenen Leuten, die sich unterwarfen,ausgeliescrt. Das Parlament beschloß über ihn, den Verräthcr:„daßer,denderKönigzumRittergeschlagenhatte,zum Galgen geschleift, und als Mörder der imSchlosse Ha Warden gefangenen Herr engehängt wer-den soll. Weil er die Feier des Palmsonntagesdurch Meuchelmord entheiligt hat, so soll sein Leibsodann gevicrth eilt, im Lande zerstreut, und seineGedärme verbrannt werden." — Dieser Urtheilsspruchwurde auch wirklich buchstäblich vollzogen. — König Eduardwurde nachher für Wales ein milder Gesetzgeber, und als dieKönigin während seines dortigen Aufenthalts ihm den PrinzenEduard gebar, gab er ihm den Beinamen Prinz von Wa-les *) , worüber die Walliser sehr erfreut waren.

Wegen des Successions-Streites in Sicilien, nach der Ver-schwörung gegen König Karl von Ansou, wurde die Ent-scheidung dem König Eduard übertragen, ein Beweis, inwelcher Achtung er bei seinen Zeitgenossen stand.

Auch in Angelegenheiten von Schottland wirkte er. Dortverstarb ohne männliche Erben Ale randervon Schottland,und seine Enkelin Margaretha, Tochter Königs Erich vonNorwegen, welche die Krone ererbte, starb in zarter Ju-gend. Nun meldeten sich dreizehn Kronbcwerbcr. Die Ständeübertrugen auch dem englischen König das Richteramt in dieser

1) In der Folge führte immer der Kronerbe von England denNamen Prinz von Wales.