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Geschichte von England
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lich setzte sich dieser in einem feierlichen Parlament in Londonmit muthigcr Entschlossenheit in seine ihm entrissene Autoritätwieder ein (1261); Leicester aber verließ England und gingnach Frankreich. Als er aber, während Heinrich den Königvon Frankreich besuchte, nach England zurückkehrte, und neueUnruhen anregte, überließ Heinrich die Entscheidung dieses Strei-tes dem Ludwig IX., der jedoch zu Gunsten Heinrichs ent-schied. Dennoch bewirkte Leicester neue Unruhen, es entstandein Bürgerkrieg, und obgleich Lcicesters ältester Sohn gefangenwurde, so gerieth der König selbst nach der unglücklichen Schlachtvon Lewes (1264) in Gefangenschaft. Durch den „Spruchvon Lewes" bekam Leicester die königliche Gewalt in seineHände, und die königlichen Prinzen Eduard und Heinrichbehielt er als Geißeln. Die Königin Eleonore aber sam-melte ein Heer, und in der Schlacht von Ewesham (1266)wurde Leicester mit seinem Sohne Heinrich erschlagen; beideaber wurden dennoch auf Befehl des Königs in einer Abtei be-graben. Nur nach und nach wnrdc Ruhe und Ordnung wieder -hergestellt, nachdem Heinrich bei den Baronen Gnade für Rechtergehen ließ, wozu vorzüglich Papst Clemens IV. durch seinenCardinal Ottoboni gerathcn hatte.

Nachher machte sein tapferer Sohn Eduard mit LudwigIX. einen Kreuzzug. Dessen Gemahlin Eleonore, eine Prin-zessin von Castilicn, begleitete ihn auf diesem Zuge. Da aberKönig Ludwig zu Tunis starb, kehrte Eduard auch bald wiederzurück. Auch der deutsche Kaiser Richard starb im Jahre 1271,und Eduards Vetter, Heinrich, ein Sohn Richards , wurde inRom während der Papstwahl von den geächteten Grafen Simonund Guy von Montfort, Söhne des Grafen Lcicesters, anden Stufen dcS Altars ermordet.

Auch König Heinrich ging 1272 mit Tode ab. Er starb mitden frömmsten Gesinnungen zu Westminster nach einer sieben undfünfzigjährigen unruhigen Regierung. Er war gutmüthig, aberschwach. Ein Beweis seiner Herzensgüte ist, daß er so willigmit seinen Feinden sich versöhnte,, eine Tugend, die freilich mitder Politik sich nicht immer in Einklang bringen läßt. In einer