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Geschichte von England
Entstehung
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gehalten hatte, Heinrichs Schwester Johanna, und bald nach-her wurde Heinrich vom Papste für volljährig erklärt.

Als der französische Prinz unter dem Namen Ludwig VIll.zur Regierung kam, hielt er wegen ^Herausgabe der Normandieu. s. w. sein Versprechen nicht. Es kam daher zum Krieg, inwelchem König Heinrich wenig Glück hatte. Als aber der frommeKönig Ludwig IX. König wurde, fühlte er wegen der den Eng-ländern entrissenen Besitzungen Gewisfensscrupcl; allein die fran-zösischen Pairs lachten darüber. So war er also gcnöthigt, dieCession dieser Provinzen von Heinrich zu verlangen, worin die-ser auch endlich gegen eine Entschädigung willigte. Ludwig tratihm dagegen Limousin, Perigord und Guercy ab.

König Heinrich gerieth aber in seinen eigenen Landen in einenoch mißlichere Stellung. Er theilte mit seinem Vater die Ab-neigung gegen die kÄar-ta maA-ra, war mißtrauisch gegen seineBarone, und begünstigte bei Besetzung der Stellen die Bretagnerund Poitouer, so daß sogar Aufruhr deswegen entstand, bis erendlich auf Zureden Edmunds, Erzbischofs von Canterbury,die Stellen mit Einheimischen besetzte.

Dennoch nahm die Unzufriedenheit immer mehr zu. Endlichstellte sich an die Spitze der Gegenpartei der ehrgeizige und kühneSimons von Montfort, Graf von Leicester, den der Königeinmal beleidiget hatte, und der den Plan faßte, die Verfassungumzustürzen. Er, obgleich ein Ausländer, gewann den Adel,die Geistlichkeit und das Volk. Die Gemüther wurden nochmehr aufgeregt, da des Königs Bruder Richard zum deutschenKaiser ist erwählt worden (1256), und eine Mißernte auch dasVolk in Gährung brachte. In einer Versammlung wurde dieRegierungsgewalt einem Ausschüsse von Prälaten und Baronenübergeben, um die Mißbräuche abzuschaffen und heilsame Gesetzezu geben, welches Parlament den Namen „das tolle Par-lament" erhalten hatte. Als aber die verheißene Reform nichtins Leben trat, und da zwischen den Grasen von Leicester undGlocester, der auch einer der Hauptgcgner war, heftige Zwie-tracht entstand; so wurde man dieses schwankenden Zustandesmüde, und Mehrere traten wieder auf Seite des Königs. End-