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und dreißig Jahre. Er hinterließ aus der rechtmäßigen Ehe mitEleonoren fünf Söhne und drei Töchter:
1. Mathilde, vermählt mit Heinrich dem Löwen.
2. Eleonore, mit Alfons dem Guten, König von Castilien.
3. Johanna, mit Wilhelm II. von Sicilien.
4. Wilhelm (s-1156).
5. Heinrich (s- 1182h.
6. Richard (s-1199).
7. Gottfried, Graf von Bretagne, (s-1186).
8. Johann (ohne Land-s 1216).
Diesemnach überlebten ihn nur Richard und Johann. -
König Heinrich war von mittelmäßiger Größe, majestätischerHaltung und blühender Gesichtsfarbe, iedocb^entffellt durih einensebr d^ken Leib . Er liebte zur Erholung die Jagd, doch pflegteer auch gern des Umgangs mit Gelehrten. Er hatte ein außer-ordentliches Gedächtniß, war beredsam, leutselig, scherzhaft undwürdevoll. Doch verschmähte er manchmal nicht die nichtswür-digstcn Kunstgriffe, um seine Zwecke zu erreichen. Wer seinenLeidenschaften widerstand, gegen den übte er die unversöhnlichsteRache. Sein Zorn war die Wuth eines Rasenden. So wollteer einmal einem Knaben die Augen ausreißen, der ihm in einersolchen Stimmung ein Schreiben überreichte. Als einer seinerMinister den König von Schottland vertheidigte, zerriß er dieseidene Decke seines Bettes, und zernagte vor Wuth das Stroham Boden. In seinem Testament sind aber viele sromme Stif-tungen und Verordnungen zum Beßten der Kirche enthalten.
Richard I. Löwenherz.
1189 — 1199 .
8,. 35.
Richard, der Sohn Heinrich II., regierte seine bisherigenUnterthanen des Continents mit eiserner Strenge; Erpressungenaller Art waren an der Tagesordnung, und schwere Strafen ver-folgten den Schuldigen. Als er aber seines BaterS Leichnam er-blickte, ergriff ihn Rührung und er vergoß Thränen. Er entließ