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wegen anderer Unruhen wieder nach England zurück. Nieder-gedrückt vom bittern Kummer hielt er diese Ereignisse sür eine ge-rechte Strase des Himmels, und da der Papst den ermordetenErzbischof in daö Verzeichniß der Heiligen hatte ausnehmen las-sen, und sich an dessen Grabe sollen Wunder zugetragen haben,so faßte der König den Entschluß, eine fromme Wallfahrt an dasGrab des heiligen Thomas von Canterbury zu machen.Kaum ans Land gestiegen und ohne auszuruhcn, ritt er die Nachthindurch, bloß mit Brod und Wasser sich erquickend. Als er beimAnbruche des Tages die Thürmc der Christkirche von Ferne er-blickte, zog er ein Bußgcwand an und ging barfuß in die Stadt.Am Thore wollen die Leute, die so eben zugegen waren, bemerkthaben, daß jeder seiner Fußtritte mit Blut bezeichnet war. An-gekommen in der Kathedrale, stieg der König in die Gruft, undwarf sich vor Beckets Grabe nieder, während der Bischof vonLondon auf der Kanzel das Volk von der Unschuld des Königs zuüberzeugen suchte. Dann begab sich der Büßende in das Capi-telhaus, bekannte knieend vor Mönchen, Aebten und Bischöfensein Vergehen, ging dann wieder in die Gruft, wo er die Nachtmit Beten zubrachte. Am andern Tage wohnte er der heiligenMesse bei und ritt daun beruhigten Herzenssnach London.
An demselben Morgen, wo der König reumüthig an demGrabe des heiligen Thomas verweilt hatte, glückte es bei dich-tem Nebel dem Ranulf von Glanville, den König Wil-helm von Schottland, als er so eben mit seinen GefährtenLanzen brach, und die klebrigen gefangen zu nehmen, worüberKönig Heinrich doppelt erfreut war. Wilhelm nahm nachherSchottland von Heinrich als Lehen.
Nachher eilte der König mit^einem Heere nach der Nor-mandie, umRouen zu entsetzen. Es glückte ihm, und seineSöhne Richard und Gottfried, die mit den Franzosen ver-bunden waren, flehten endlich beim Könige um Gnade, und erverzieh ihnen.
Da im Jahre 1187 Jerusalem wieder in die Hände der Mu-selmänner gefallen war, wollte er mit Philipp August, Königvon Frankreich, einen Kreuzzug machen, um sein früheres Ver-