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entzog sich der Papst allem Umgang, und erst dann sprach er mitden Gesandten. Diese suchten ihn von der Unschuld des Königszu überzeugen; vor der Hand ercommunicirte Alexander in allge-meinen Ausdrücken „ die Mörder sammt allen ihren An-stiftern und Be schütz crn" — und er bestellte Legaten, wel-che die Sache untersuchen mußten. Späterhin schwur der Königin der Kathedrale von Avanches, in Gegenwart dieser Legaten,der Bischöfe, der Barone und des Volkes aus das Evangelicn-buch: „er sey in Wort und That unschuldig an derErmordung des Primas." — Er leistete diesen Eid frei-willig; da aber der König durch leidenschaftliche Aeußerungcn denEntschluß der Mörder »»bezweifelt veranlaßt hatte, so verspracher, ein Jahr lang zweihundert Ritter zur Vcrtheidigung des ge-lobten Landes zu unterhalten, und selbst dahin zu ziehen, wennes der Papst verlange, den Freunden des Erzbischofes ihre Güterzurückzugeben, und die durch ihn geschmälerten kirchlichen wiederhcrzustellen. Darauf wurde Heinrich von allen Kirchenstrafendurch die Legaten absolvirt.
Unterdeß hatte der König Irland unter seine Herrschaft ge-bracht, so daß er sich einen Herrn von Irland nannte undseinen Sohn Johann damit belehnte. Doch des Königs Ruhe-wurde durch einen Familienzwist aufs neue gestört. Er hattenämlich von seiner Gemahlin Eleonore vier Söhne. Hein-rich, der älteste, war schon zum Nachfolger in England ernannt,und auf Veranlassung seines Schwiegervaters Ludwig vonFrankreich wurde dessen Tochter Margaretha die Gemahlindieses englischen Prinzen und schon als künftige Königin gekrönt.Richard und Gottfried hatten die Anwartschaft auf Aquita-nien und Bretagne, und Joh'ann sollte einst Herr von Irlandwerden. Das sunge Königspaar verlangte aber, schon setzt inBesitz der Normandie oder sogar von England gesetzt zu werden, -und Eleonore, die wegen ihres Gemahls Unsittlichkeiten sich ge-kränkt fühlte, unterstützte diese unbescheidene Forderung. Diedrei ältesten Prinzen entflohen sogar mit der Königin Mutter nachFrankreich. Der König zog gegen die Empörer in der Norman-die zu Felde, mußte aber wegen eines Einfalls der Schotten undDurst'; Lisch, v. England. 4