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ben, fo befehle ich euch im Namen Gottes, keinenmeiner Leute anzutasten."— Als man von ihm forderte,auf der Stelle die drei Bischöfe loszusprcchen, antwortete er:„So lange sie nicht Genngthuung leisten, will ichnicht."— „So stirb denn," rief der Meuchelmörder, undführte einen Streich nach seinem Haupte. Grim hielt den Armvor, dennoch riß der Streich dem Primas die Kappe vom Haupteund verwundete ihn am Scheitel. Als er fühlte, daß Blut her-abträufelte, faltete er die Hände und rief aus: „In ChristiNamen und zu seiner Kirche Vertheid igung bin ichbereit zu sterben!" — In der angenommenen Stellungempfing er den zweiten Streich, so daß er in die Kniee sank, undbeim dritten Hieb sank er au den Stufen des Altars vom heiligenBenedikt in den Tod. Die Hirnschale war zerschmettert, undHugo von Horsea trat ihm noch auf den Nacken und riß ihmmit der Spitze feines Schwertes die Gedärme htraus, die er aufden Boden hinwarf (1170).
So war also das Ende eines Mannes, der im Bewußtseynseiner Pflicht als Märtyrer der Kirche starb. Seine Würde,seine Tugenden, der geweihte Ort, wo das scheußliche Verbrechenverübt worden war, dicß alles trug dazu bei, um Abscheu gegenseine Feinde und Ehrerbietung und Theilnahme gegen den Ver-storbenen zu erregen. Viele seiner Feinde verwandelten sich fetztin theilnehmende Freunde, und die Sache der Kirche triumphirte.
Als der Mord geschah, befand stch der König in der Norman-die. Die Nachricht von diesem traurigen Ereigniß versetzte ihnin eine so tiefe Schwermuth, daß er drei Tage lang stch weigerte,Nahrung zu stch zu nehmen. Schwer drückte ihn das Bewußt-seyn, den Mord, wo nicht beföhlen, doch veranlaßt zu haben, unddie Vorstellung von den Folgen, die für ihn daraus hervorgehenkonnten, verwirrten sogar augenblicklich seinen Verstand.
Auch Papst Alexander war aufs tiefste betrübt, als ihmder Tod des Erzbischofes angezeigt wurde, und er ließ die vonHeinrich an ihn geschickten Gesandten gar nicht vor sich. Er selbstmachte sich Vorwürfe wegen seiner Milde, die er den Feindendes Erzbischofes bisher hatte angedeihcn lassen. Acht Tage lang