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Geschichte von England
Entstehung
Seite
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als die Sache Gottes und der Kirche. Auf eine feierliche Weiseercommunicirte er diejenigen Minister Englands, die es mit demGcgenpapste hielten, so wie auch jene, welche die Satzungen vonoem Concil zu Clarendon (1164) entworfen hatten, welchedie Anforderungen des Königs an die Prälatenenthielten, und endlich auch die, welche sich am Kirchcngntvergriffen hatten. Selbst dem Könige meldete dieser unverzagteStreiter für die Rechte der Kirche mit ernsten aber liebevollenWorten, was er zu gewärtigen habe, wenn er noch länger in sei-ner Verblendung verharre. Daß dem Könige die Sache nichtgleichgültig war, ging schon daraus hervor, daß er bei einer zwei-maligen Anwesenheit in Frankreich den Primas von England zusehen verlangte, wo Beide sich zu nähern schienen, der König aberdem Erzbischof den herkömmlichen Friedensgruß verweigerte, sodaß man also mit Recht an der Aufrichtigkeit seiner Gesinnungenzweifelte.

Nun drohte Heinrich dem Alexander, er wolle die Partei desGegenpapsteö ergreifen, und als dieses nichts half, wollte er denAlexander durch Geschenke für seine Sache gewinnen; sie wurdenaber mit Unwillen zurückgewiesen. Da endlich der Papst miteinem Jnterdict drohte, verstand sich Heinrich zu einer Zusammen-kunft aus einer Wiese bei Freitville an der Grenze von Tou-raine. Als er den Erzbischof Thomas erblickte, sprengte ihmder König, die Mütze in der Hand, entgegen, kam seinem Grußezuvor, und unterhielt sich mit ihm, als ob nie zwischen ihnen et-was vorgefallcn wäre. Heinrich sagte endlich:Denen, diesowohl Euch als mich betrogen haben, denen willich vergelten, wieVerräther es verdienen." Nunstieg der Primas vom Pferde, und warf sich zu des Königs Fü-ßen; dieser aber faßte den Steigbügel und hieß ihm, sein Pferdwieder zu besteigen.Laßt uns wieder, sagte Heinrichdarauf, unsere alte Zuneigung erneuern; nur be-zeigt mir die Ehre vor denen, die uns jetzt sehen." Der König bewilligte nachher seine Forderungen, und lud ihnein, an den Hof zu kommen, damit die Welt von ihrer Versöh-nung Zeuge sepn möge.