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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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„Lang kannst du auf die beiden warten!"Und We foppten den Genarrten. —

So sprach der Werth. Spork lachte hellDoch mahnet er den Kricgsgcscll:

„Hab Acht, der Teufel soll mich holen,Sonst wird das Roß dir noch gestohlen!"

Sie legten einst sich hin zum SchlafDes Abends im Quartier. Da trafDas Ohr des Werth ein Lärm vom Stall,Das ist Fortuna's Hufcnprall,

Das ist ihr Wiehern! UnverweiltEntspringt der Werth dem Bett und eiltZum Hose hin. Wachtmeister FixIst auch zur Stelle. AugenblicksSoldaten mit Laternen nahn.

Ei, was sie nun für Kurzweil sahn!

Das Pferd hat mit dem Maul erfaßtDort einen ungebetnen Gast,

Fest hält es im Genick am KragenMit kräftigem Gebiß den Zagen.

Wie wird er hin und her geschüttelt!

Die Sinne sind ihm ganz verrüttelt.

Des Pferdes Augen sprühen Glut,

Es schäumt und bäumet sich vor Wuth.Erst Werth gclingt's, ihn zu befrcin.

Was will der Kerl? Wer mag es sein?Ohnmächtig liegt er lang am Grund,Dann öffnet Auge sich und Mund.

Er blickt verstört, er spricht verwirrt:

„Der böse Gaul! Ha, angeschirrt