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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
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tritte in das Land empfangen, sie mit Umsicht, Sorgfalt undLiebe leiten, sie der lästigen, zerstreuenden Sorgen, welchestets mit einer Reise in einem fremden Lande verbunden sind,überheben und sie direkt nach Jerusalem führen. Hier wür-den sie durch kurze Exerzitien vorbereitet, durch den Empfangder h. Sakramente gereinigt und gestärkt, und dann von denOrdensbrüdern zu den verschiedenen heiligen Orten geleitetwerden. Gewiß würden Viele unter ihnen mit einem ganzanderem Erfolge ihre Pilgerfahrt vollenden, als wären sie sichselbst überlassen geblieben, und mancher wird, mit dem Bei-stände Gottes, als ein geistig Wiedergeborener in das Vater-land zurückkehren und dort ein Beispiel christlicher Nacheife-rung werden.

5. Sind die Vortheile augenfällig, welche die Pilger durch diegeistliche Sorge des Ordens empfangen, so sind es nicht min-der auch die, welche den Ordensbrüdern selbst dadurchzu Theil werden. Denn wenn schon die leiblichen Werke derBarmherzigkeit verdienstreich sind, so sind cs in noch weit hö-herem Grade die Werke geistlicher Barmherzigkeit.Hier aber haben wir die glücklichste Vereinigung beider indemselben Berufe, und zwar in einem Grade der Vollkommen-heit, wie nirgend. Zugleich bilden diese geistlichen Barmher-zigkeitswerke eine stete und ununterbrochene Andachtsübnng fürdie Brüder, welche die Pilger zu den verschiedenen heiligenStätten begleiten. Ein für die Ausbildung der Novizen ge-wiß nicht hoch genug anzuschlagender Gegenstand.

6. Die Novizen sind durch eine weite Entfernung getrennt vonihrer gewöhnlichen Umgebung, ihren Gewohnheiten und dem,gewöhnlich stets sich um das eigene Centrum drehenden, oft zurmechanischen Routine gewordenen Jdeekreise und einer An-schauungsweise, welche weniger auf Erfahrung oder wirklicherUeberzeugung beruht, als aus einer bequemen Annahme ge-wisser, das gesellschaftliche Leben beherrschender Stereotypphra-sen, so in weltlichen, wie sogar in religiösen Dingen. Hieraber finden sie mit dem neuen Berufe, welchen sie beginnen,ein durchaus neues inneres und äußeres Leben, welches siezur innern und äußern Thätigkeit erweckt und ermuntert, siesammelt, während sie in ihrem früheren Leben nur Zerstreuungfanden, und sie über die Lebensverhältnisse erhebt, da sie frü-