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erfahrene Thatsache für Alle, welche das durch den Schweiß,die Fußtritte und das vergossene Blut des geliebten Herrngeheiligte Land besucht haben. Es übt diesen Einfluß sogar aufganz ungläubige Seelen aus, und> ist daher gewiß besondersgünstig für religiöse Ausbildung.
2. Im Oriente ist ein Institut wie dieses, welches sich ex oklioiomit der geistlichen und leiblichen Pflege, der Führung und demSchutze der Pilger beschäftigt, deren Zahl jährlich zuuimmt,ein dringendes, von allen Unterrichteten tief gefühltes Be-dürfnis;. Hier wird daher dieser ersten Bedingung des Ge-deihens eines Ordens mehr entsprochen, als irgendwo; der Be-dingung: daß der Orden ein wirkliches Bedürfnißsei. Wo das nicht der Fall ist, da wird ein Orden stets nurals religiöser Luxusartikel erscheinen; kann daher nie auf be-sonders segensreiche Thätigkeit rechnen.
3. Hier braucht also der Orden nicht erst nach einer Thätigkeitzu suchen, da sich ihm eine solche nach allen Richtungen, sei-nem Geiste entsprechend, bietet wie nirgend an einem andernOrte; eine Thätigkeit, nothwendig zu seinem Leben und Ge-deihen. Hier findet er im Schutze der Pilger zugleich Gele-genheit, das christliche Waffenhandwerk zu üben.
4. Die Thätigkeit des Ordens im h. Lande erstreckt sich aber wei-ter. Sie verbindet mit den Werken leiblicher Barmherzigkeitund der christlichen Uebung der Waffen auch die Werke geist-licher Barmherzigkeit. Und auch hier wird durch ihn einemdringenden Bedürfnisse abgeholfcn werden. Die meisten dervielen Pilger, welche die h. Stätten besuchen, selbst die from-men unter ihnen, sind der Zeit, in welcher sie leben, gemäß,wenig unterrichtet im religiösen Leben. Nur wenige unterihnen haben eine klare Idee vom Wesen und Werthe einerPilgerfahrt; in der Regel wird sie ohne die rechte Disposi-tion, ohne Vorbereitung angetreten, ohne dauernde Erfolgebeendet. Zerstreuungen und Befriedigung der Neugier nehmenden größten Theil der Pilgerfahrt ein. Und das alles trotzder oben angedeuteten besonderen Gnaden, welche wie ein Him-melsthan von den heiligen Orten herabsteigen. Wie anderswürde es sein, wenn die Pilger geistlichen Rath nnd liebe-volle geistliche Führung fänden?! Man müßte sie beim Ein-