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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
Entstehung
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Dieser unschätzbare Vortheil besteht in der Gewöhnung dieserjungen Männer an eine geregelte Thätigkeit. Hiemit würdedann mit Gottes Hülfe der tödtliche Abscheu verschwinden, den dieJugend der höheren Stände gewöhnlich vor aller ernsten Beschäfti-gung hat, sic würde den Werth der Zeit kennen und sie benutzenlernen, sie würde die Nothwendigkeit nnd den Bortheil einer regel-mäßigen Beschäftigung erkennen, und die Arbeit lieb gewinnen.

Findet sich nun nach Ablauf der ersten zwei oder drei Jahreeine, wenn auch kleine Anzahl, welche tiefer in die Vortheile einge-drungen sind, die das Leben in religiöser Genossenschaft bietet, undwelche Beruf fühlen, sich dem h. Werke einznverlciben, was mitGottes Beistand zu erwarten steht, so werden diese dann die wohl-vorbereiteten Grundelemente zu einer festeren Abschließung der Anstaltbilden, welche dann erst als religiöse Korporation hervortritt, nach-dem sie bis dahin nur als freies Zusammenleben erschien.

Dieses erscheint unter den jetzigen Verhältnissen desMalteser-Ordens als das sicherste, vielleicht einzige Mittel, seineRettung, durch die Heranbildung neuer, tüchtiger Mitgliedermöglich zu machen; da sich in seinem jetzigen Zustande keine Kandi-daten finden, welche wahren Beruf zum Ordensleben haben, da demOrden selbst die religiösen und moralischen Mittel abhanden gekom-men sind, welche zur Ausbildung eines wahren Ordensmannes noth-wendig gefordert werden, und er seinen Aspiranten nichts zu bietenhat, als die Aussicht auf eine Commende mit ihrem Einkommen;also gerade das Gegentheil von dem, was ein wahrer Ordensmannim Orden sucht. Er will die Welt verlassen mit allen ihren Ban-den und Hindernissen an Hab und Gut, Genuß, Eitelkeiten, Ehrenund Lockungen, um dafür ein Leben in höherer Freiheit nnd Voll-kommenheit einzntauschen; und was der Malteser-Orden statt dessenbietet, ist gerade, was er verlassen, was er fliehen will. Es ist da-her natürlich, daß sich unter diesen Umständen keine Kandidaten zumProfeßritterthnme finden.

Allein durch den hier vorgeschlagenen Weg werden andere Zu-stände angebahnt und eine zukünftige Reform vorbereitet, nnd zwarim Stillen. Man wird schon zu einein gewissen Grade ansgebildetund konsolidirt dastehen, wenn man aus dem vorbereitendenStadium in das eines Ordens übergeht. Die Männer, welche nachihrer zwei- oder dreijährigen Prüfungszeit in der Genossenschaftbleiben, können dann Justizritter werden. Der Orden beginnt dann