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gang finden, ja als sociales Gesetz begrüßt werden dürfte, wenn esin Masse auftritt, würde als Sonderbarkeit vereinzelt und ohneNachahmung bleiben, wo es auf das Individuum beschränkt ist.
Wir glauben, daß die Mehrzahl unserer deutschen Landsleute,welche diese Andeutungen lesen, mit uns fühlen, mit uns einver-standen sein werden.
Man hat, wie wie früher gesehen haben, mehrere Versuchegemacht zur Wiederbelebung des Ordens. Man hatte schon imJahre 1857 den Entschluß gefaßt, begünstigt durch die Aufmunterungdes h. Vaters, ein Ordenshaus in Jerusalem zu gründen. Allekatholischen Souveraine wurden für das Unternehmen interessirt.In England errichtete ein Profeßritter ein Hospital und eine Kirchemit einem Aufwande von mehr als einmalhunderttauseud Thalern.Eine nicht geringe Anzahl des katholischen Adels in Preußen nahmdas Devotionskreuz des Ordens und schloß sich demselben hiedurchals Terziarier an. Sie hatten von vornherein die höchst edle Ab-sicht ausgesprochen, sich im Geiste des Ordens zu einer gemeinsa-men korporativen Thätigkeit für wohlthätige Zwecke und im Geistedes Ordens zu vereinigen. Das Magisterinm des Ordens in Romtrat mit ihnen in Verhandlung und räumte ihnen gewisse Privile-gien zur Erleichterung der Gründung eines Priorates und der durchdie Constitutionen des Ordens vorgeschriebenen Commenden ein.Seit mehr als fünf Jahren ist mit dem Magisterinm und der kgl.Regierung in Berlin hierüber verhandelt worden. Diese Verhand-lungen sind, wie alle früheren Bemühungen für die Wiederherstel-lung des Ordens, erfolglos geblieben, bis endlich die Vorsehungselbst eintrat, um die Genossenschaft der Terziarier aus dem end-losen Labyrinthe von stets gescheiterten Hoffnungen und Versuchenin eine praktische Thätigkeit zu führen, welche ihnen als Wegwei-ser auf dem Wege ihrer Thätigkeit für die Zukunftzu dienen hat.
Wie bekannt betheiligte sich die Genossenschaft der Terziarierin einer Weise bei der Pflege der Kranken und Verwundeten inSchleswig-Holstein, welche allgemeine Anerkennung und bei denen,welche Gelegenheit hatten, dieselbe näher kennen zu lernen, Bewun-derung erregte. — Hierin ist den Terziariern der Weg vorgezeich-net; setzen sie einfach und praktisch fort, was sie dorteinfach und praktisch begonnen haben, und Gott wirdfür das Uebrige sorgen. So lange der Krieg dauert, wird