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ihrem religiösen Ursprünge zuzuführcn, zugleich aber würde durchdiese religiöse Vermittlung eine Aussöhnung und wahrhaft christlicheVereinigung der socialen mit den geistigen Höhen des Lebens her-beigeführt werden, welche ein um so dringenderes Bedürfnis zu seinscheint, je mehr schon jetzt alle bessern Bestrebungen im Leben daraufhinarbeiten, die in dieser Beziehung noch bestehende Trennungauszugleicheu, da die aus ihr entspringenden Mißverhältnisse miteiner wirklichen Durchdringung der Zeit mit dem katholischen Ele-mente unverträglich sind.
Daß diese und ähnliche Bestrebungen des Ordens sich erst inder Folge ergeben könnten, wenn derselbe consolidirt und entwickeltin seinem Berufe dasteht, versteht sich von selbst. Wir haben nureine Andeutung über Dinge geben wollen, welche sich später ausihm hervorbilden könnten.
Schließen sich nun die höhcrn Stände den mannigfachen hiernur augedeuteten Bestrebungen des wiedererwachcnden Ordens mitErnst und aufrichtiger und lebendiger Theilnahme an, so steht zuerwarten, daß ihre religiöse, geistige, moralische und sociale Wieder-geburt daraus hervorgehen werde; vergesse man aber nie, daß demGrade der Reinheit ihrer Motive das Maß der Gnadenentsprechen werde, welche ihnen daraus zufließeu.
Steht nun zu erwarten, daß alle Katholiken ohne Ausnahme,besonders die Bischöfe, der Klerus und die höhern Stünde den aus-gesprochenen Wünschen des h. Stuhles mit Eifer entsprechen, indemsie das Unternehmen des Ordens in Jerusalem energisch unter-stützen, so wäre es für das katholische Deutschland von der höchstenWichtigkeit, wenn gleichzeitig ein Ordenshaus in irgend einer ge-eigneten Gegend, sei es in Westfalen, in Schlesien, am Rhein, oderwo immer gegründet würde, als zukünftiger Sitz eines Ordens-priors. Mit diesem Priorate wäre 1) eine Hospiz zu verbinden zurAusnahme der Aspiranten für den Orden, worin dieselben sich fürihren Beruf befähigten, um dann ihren Dienst im h. Lande anzu-treten, welcher nur von temporärer Dauer sein würde; 2) einHospital zur Pflege von Kranken, wobei es rathsam sein dürste,auch auf solche Kranke Rücksicht zu nehmen, welche nicht den ärme-ren Klassen angehören, damit bemitteltere Personen daselbst, ihremStande gemäße Aufnahme und Pflege fänden, was namentlich ingroßen Städten häufig ein noch nicht erfülltes Bedürfniß ist. Das