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Hospital würde Gelegenheit geben, die Novizen in praktischer Weisein ihrem Berufe zu prüfen und zu üben.
In allen Zeiten hat die Kirche die Noviziate als nothwendigeVorschulen für das Ordensleben betrachtet und eine besondere Sorg-falt ans sie verwendet. Denn es ist unmöglich, daß in einen OrdenEintretende dessen Geist, dessen Verpflichtungen, religiöses Leben u.s. w. kennen können, ohne darin unterrichtet zu sein. Für diesenZweck haben alle Orden ihre Noviziate. Von einem guten Novi-ziate hängt der größte Theil der guten innern und äußern Zuchteines Ordens ab, und jeder Orden ist seiner Auflösung nahe, so-bald er seine Noviziate vernachlässigt, und namentlich ist dieser ge-wissenlosen Nichtbeachtung dieser unerläßlichen Vorschulen der tiefeVerfall des Ordens vom h. Johann von Jerusalem zuzuschreibenund das gänzliche Vergesse:; seines Geistes und seines religiösen Be-rufes. Allein Mißbräuche als Ordensregeln betrachten zu wollen,sie als solche wohl gar zu vertheidigen, weil sie schon lange be-standen haben, wäre ein ähnlicher Jrrthnm, als wollte man demTeufel, der sich seit geraumer Zeit in einem Hause eingenistethat, ein Verjährnngsrecht zngestehen, statt ihn bald möglichst ausdemselben zu vertreiben. Soll der Orden vom heil. Johann wie-der ein wirklicher Orden werden, so sind seine Noviziate das Wich-tigste, dem man alle Sorgfalt, alle Pflege zu widmen hat. Es ge-hört hiezu ein Ordensmann als Novizenmeister, der den Geist undden Berns des Ordens gründlich kennt und dessen ganzes Inneredavon durchdrungen ist; der zugleich den Eifer und die Fähigkeitenhat, diesen Geist den Novizen mitzntheilcn. Er muß nicht allein ihrtheoretischer Lehrer sein, sondern auch im innern wie im äußern Le-ben mit seinem Beispiele vorangehen, um ihnen als praktisches, an-schauliches Vorbild zu dienen. Er muß die Herzen und das ganzeInnere der Novizen kennen, muß ihr unbedingtes Vertrauen undihre Liebe besitzen, und muß hinwiederum die ihm von Gott anver-trauten Söhne lieben und hüten mit der Liebe und Wachsamkeit ei-nes sorgsamen, für das Wohl seiner Kinder stets wachenden Vaters;denn der ewige Richter wird am Tage der Abrechnung strenge Re-chenschaft von ihm fordern über die ihm anvertrauten Seelen. Mitdiesem Novizenmeister vereint hat ein im innern Leben und alsBeichtvater erfahrener Geistlicher zu arbeiten, wozu man einen tüch-tigen, erprobten OrdenSmann zu wählen hat, welcher nicht allein die